Lothar Matthäus ist wieder einmal auf Jobsuche. Der bulgarische Verband trennte sich von seinem prominenten Teamchef, weil er die Qualifikation für die EM 2012 klar verpasste.
Vor fast genau einem Jahr übernahm der ehemalige Rapid- und Salzburg-Coach den Teamchef-Posten in Bulgarien. Der ehemalige Weltklassespieler wollte sein Team zur EURO 2012 führen und in der Qualifikationsgruppe "mindestens Platz zwei" belegen.
Ein Jahr später ist die Ära Matthäus wieder vorbei. Bulgarien liegt derzeit in der Gruppe G auf dem letzten Platz und wird die EM nur im Fernsehen verfolgen. Unter dem Deutschen erreichten die Bulgaren in elf Länderspielen nur drei Siege, wobei zwei davon in Freundschaftsspielen zustande kamen.
Bulgaren schneller als ÖFB
Der bulgarische Verband zog jetzt die Notbremse und trennte sich einvernehmlich von seinem Star-Trainer. Im Gegensatz zum ÖFB, der in der Teamchef-Frage trotz Zeitdruck noch am Anfang steht, haben die Bulgaren mit Michail Madanski bereits einen Nachfolger gefunden. Ob sich Matthäus nun als neuer österreichischer Teamchef bewirbt, ist nicht bekannt.