Die Volkshilfe Wien erhält regelmäßig Spenden – doch eine Zuwendung dieses Ausmaßes ist außergewöhnlich. Rund 5.000 ausgewählte Stücke renommierter Luxusmarken wurden von einer anonymen Großspenderin übergeben. Das sorgte am Dienstag für großen Andrang in der Gumpendorfer Straße 36: Eine bis zu 70 Meter lange Schlange bildete sich vor dem Pop-up-Store. Bereits zwei Stunden vor der offiziellen Eröffnung warteten dort hunderte Menschen.
Mit diesem Ansturm hat wahrlich niemand gerechnet. "Wir waren sehr überrascht", erzählt Claudia Bernatz, Leiterin der TAV-Betriebe der Volkshilfe Wien. Vor dem Shop wurde ein Security abgestellt. Dieser kontrolliert, dass nicht mehr als zehn Personen gleichzeitig im Geschäft sind.
Vor Ort findet man vor allem Kleidung, aber auch Taschen, Schuhe und Accessoires – von bekannten Marken wie Chanel, Dior, Yves Saint Laurent, Valentino, Versace, Fendi und Givenchy. Besonders viel gibt es von Jil Sander. Preislich beginnen die Schätze bei 40 Euro. "Das teuerste Stück derzeit ist ein Chanel-Kostüm für 1.200 Euro", erzählt Bernatz.
Am Eröffnungstag stöberten zahlreiche Kundinnen und Kunden durch das Sortiment. "Die Spenderin hatte wirklich einen tollen Geschmack. Die Stücke gefallen mir sehr", sagt Isabelle. Auch Lisa ist begeistert. Die 19-jährige Studentin ist ein großer Fan von Vintage-Designerstücken. "Man weiß nie, was man vor Ort findet. Außerdem ist es eine Herausforderung, etwas Passendes zu finden. Das ist spannend. Und ich mag es, dass die Stücke eine Geschichte haben", erzählt sie.
Noch bis 21. Februar hat "Not Another Conept Store" geöffnet. Sorge, dass nach wenigen Tagen alles ausverkauft ist, muss man nicht haben. "Wir haben genug Nachschub. Wenn etwas verkauft wird, rücken neue Stücke nach", so Bernatz.
Not Another Concept Store:
Gumpendorfer Straße 36, 1060 Wien
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 12 bis 19 Uhr, Samstag, 10 bis 17 Uhr
Der gesamte Erlös des Pop-up-Stores fließt zu 100 Prozent in die TAV-Betriebe der Volkshilfe Wien und unterstützt Menschen beim (Wieder-)Einstieg ins Berufsleben.