Gerda Maria Gerner, Gründerin und CFO des Architekturbüros Gerner Gerner Plus (Wien-Mariahilf), wurde am 9. Februar im Wappensaal des Wiener Rathauses mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet.
Die hohe Ehrung würdigt ihre außerordentlichen Leistungen in der Architektur sowie ihren nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des sozialen Wohnbaus in Wien. Überreicht wurde das Verdienstzeichen von Frauen- sowie Wohnbau-Stadträtin und Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál (SPÖ).
In der Laudatio hob Architekturvermittler Volker Dienst besonders Gerners weibliche Perspektive auf Wohn- und Schulbau sowie den öffentlichen Raum hervor. Gerner gilt zudem als Vorbilderin in einer lange männlich dominierten Branche – und als treibende Kraft für qualitätsvollen, sozialen Wohnbau.
"Gute Architektur entsteht nicht aus Bequemlichkeit", betonte Gerner in einer Aussendung. Seit der Gründung vor 30 Jahren wurden von Gerner Gerner Plus rund 5.500 Wohnungen geplant und realisiert – bei einer durchschnittlichen Belegung mit drei Personen entspricht das einem Zuhause für etwa 16.500 Wienerinnen und Wiener.
Tief im geförderten Wohnbau verwurzelt, spannt das Büro einen vielseitigen architektonischen Bogen – vom ersten Einfamilien-Holzhaus in den 1990er-Jahren über Projekte wie die Karlsplatzpassage, die Copa Cagrana bis hin zur "Roten Emma", einem der größten Holz-Hybrid-Wohnbauten im DACH-Raum in Wien-Donaustadt.