Im Vergleich ist der Flughafen Klagenfurt ein Mini-Airport: 2025 wurden hier rund 175.000 Fluggäste abgefertigt. In Palma de Mallorca waren es fast 34 Millionen Passagiere.
Jetzt hat sich das deutschsprachige Mallorca-Magazin den Kärntner Airport genauer angesehen. Das Urteil fällt zunächst wenig schmeichelhaft aus. Der Flughafen sei "fast permanent ein Ort, wo man vor lauter Ruhe das Gras wachsen hört". Im Titel wird Klagenfurt sogar als "mitteleuropäischer Geister-Airport" bezeichnet, als erste berichtete die Kleine Zeitung darüber.
Für Bewegung sorge vor allem die Ryanair-Verbindung nach Mallorca. Der Sommerflug sei jener, der dem Flughafen "Leben einhaucht". Auch die zweimal tägliche Austrian-Airlines-Verbindung nach Wien wird erwähnt. Dann fülle sich der kleine Warteraum zumindest ein wenig.
Besonders ausführlich beschreibt der Autor die Stimmung im Flughafenrestaurant: "Ansonsten hört man sich selbst schmatzen, wenn man im Restaurant Szegediner-Gulasch vertilgt und dazu das Wörthersee-Bier in den Rachen kippt."
Nach der anfänglichen Kritik schlägt der Bericht aber einen deutlich versöhnlicheren Ton an. Während es auf Mallorca-Flügen ab Köln, Frankfurt-Hahn, Leeds oder Manchester oft laut und ausgelassen zugehe, seien Kärntens Urlauber deutlich angenehmer unterwegs.
Am Wörthersee gehe es "leiser, feinsinniger und lustiger zu", schreibt das Mallorca-Magazin. Die Ballermann-Freunde würden sich hierzulande "am Riemen reißen". Selbst mehrere junge Frauen, die bereits im Warteraum mit Schampus auf den Urlaub anstießen, hätten sich an Bord "im Rahmen des Tolerierbaren" benommen. Auch andere Reisegruppen seien so zurückhaltend gewesen, dass sich der Autor "vor Überraschung fast die Augen reiben musste".
Zum Schluss kehrt das Magazin noch einmal zum ruhigen Flughafen zurück. Nach dem Abflug Richtung Mallorca sei am Flughafen Klagenfurt wohl wieder Ruhe eingekehrt. "Fuchs und Hase dürften sich mehrfach gute Nacht gesagt haben", endet der Bericht.