Schockierender Fund in NÖ

Geld, Geburtstag – Frauenleiche in Wand gibt Rätsel auf

Der Schockfund in Münchendorf ist das Gesprächsthema in der 3.200-Einwohner-Gemeinde im südlichen NÖ. Viele Fragen sind offen.
Erich Wessely
04.06.2026, 13:46
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Ein mysteriöser Todesfall beschäftigt derzeit die Ermittler in Niederösterreich. Am frühen Abend des 28. Mai wurde die Feuerwehr in Münchendorf (Bezirk Mödling) von der Polizei zu einer Türöffnung gerufen. Der Einsatz entwickelte sich rasch zu einem Kriminalfall.

Im Inneren des Bungalow-Hauses mit Keller machten die Einsatzkräfte die schockierende Entdeckung: Wegen der ungewöhnlichen Umstände wurden Spezialkräfte der Polizei sowie Diensthunde hinzugezogen – die Leiche einer Frau wurde eingemauert in einer Wand gefunden.

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In wenigen Wochen 100 Jahre alt geworden

Die Tote wäre in wenigen Wochen 100 Jahre alt geworden. Nach ersten Erkenntnissen war der Körper bereits stark verwest und sogar einbetoniert. Das gesamte Haus wurde gründlich durchsucht, um mögliche weitere Spuren zu sichern.

Nach Informationen von "Heute" dürfte der Tod der Pensionistin bereits längere Zeit zurückliegen. Möglicherweise ist die Frau schon seit Jahren tot.

In NÖ nebengemeldet

Besonders rätselhaft bleibt die Frage, wie die mumifizierte Leiche hinter der Wand landete. Wer sie dort versteckte und aus welchem Motiv gehandelt wurde, ist derzeit unklar. Die Frau war in Wien hauptgemeldet, nur als Nebenwohnsitz in NÖ.

Fall bei Staatsanwaltschaft Wien

Möglich, dass deshalb auch der Fall von der Staatsanwaltschaft Wien übernommen wurde. Sprecherin Nina Bussek bestätigte am Dienstag gegenüber "Heute", dass eine Obduktion angeordnet wurde. Weitere Details könnten derzeit nicht bekannt gegeben werden.

Die Ermittlungen gestalten sich aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes schwierig. Ob die Frau eines natürlichen Todes starb oder sogar Opfer eines Verbrechens wurde, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.

Geprüft wird, ob nach dem Tod der Frau weiterhin Sozialleistungen bezogen wurden. Von einem Angehörigen erhoffen sich die Ermittler nun wichtige Hinweise zur Klärung des mysteriösen Falls – er soll derzeit noch im Ausland im Urlaub weilen.

"Eine seltsame Geschichte"

Das Haus und der Garten seien laut Nachbarn und Anrainern "gut beinand" gewesen, gesehen habe man die Frau aber schon längere Zeit nicht. Ein Anrainer berichtete gegenüber "Heute": "Regelmäßig kam ein Mann, um den Garten zu pflegen – es scheint, es sollte aussehen, als ob alles normal sei."

"Es ist eine seltsame Geschichte, die Frau habe ich seit Ewigkeiten nicht gesehen", so ein weiterer Münchendorfer.

Bürgermeisterin: "Tragisch und unfassbar"

"Heute" erreichte Bürgermeisterin Doris Kirstorfer am Fronleichnams-Feiertag. Sie sagt: "Das ist tragisch und unfassbar, dass so etwas hier bei uns passiert." Die Frau selbst habe sie nicht gekannt – auch, weil die Pensionisten in Münchendorf nur als Nebenwohnsitz gemeldet ist. Ein Gemeindebesuch zum 100. Geburtstag in wenigen Wochen sei nicht geplant gewesen.

Üblicherweise werde älteren Personen, die in Münchendorf ihren Hauptsitz haben, aber sehr wohl gratuliert. Ab dem 80. Geburtstag – dann in regelmäßigen Abständen mit kleineren Feiern im noch höheren Alter.

Wo starb die Frau?

Eine Theorie, die die Ermittler verfolgen, ist das Motiv Geld: Die Pension der Frau könnte demnach nach dem natürlichen Tod vor Jahren einfach weiter bezogen worden sein. Auch, wo die Frau gestorben ist, muss die Staatsanwaltschaft noch klären – im Haus in Münchendorf oder wurde die Leiche erst hierhergebracht und dann einbetoniert?

{title && {title} } wes, {title && {title} } 04.06.2026, 13:46
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