Ein Bekannter klingelt an der Tür eines Einfamilienhauses in Münchendorf (NÖ, Bezirk Mödling). Es ist der 28. Mai, der Mann will der Bewohnerin zu ihrem baldigen 100. Geburtstag gratulieren. Das Haus scheint von außen gepflegt, der Rasen ist gemäht, der Holunder blüht. Doch die Dame reagiert nicht, niemand öffnet.
In den nächsten Minuten wird ein mysteriöser Kriminalfall entdeckt: Aus Sorge ruft der Bekannte, so erzählen es uns Bewohner aus dem Grätzl, zunächst die Polizei. Diese erbittet schon bald Hilfe von der Feuerwehr für eine "Tür-Notöffnung".
Im Inneren des Hauses gibt es zunächst auch kein Zeichen der betagten Frau. Spürhunde nehmen schon bald eine Fährte auf und werden fündig: Sie schlagen direkt vor einer Wand an. Laut Krone ist es die Mauer beim Abgang zum Keller.
Bald ist klar: Die Leiche der Frau wurde in die Mauer einbetoniert. Laut "Heute"-Infos soll der Todeszeitpunkt der Pensionistin bereits längere Zeit, womöglich schon einige Jahre, zurückliegen, wir berichteten bereits.
Gegenüber "Heute" bestätigte Nina Bussek von der Staatsanwaltschaft Wien, dass eine Obduktion angeordnet wurde: "Weitere Auskünfte können derzeit nicht erteilt werden."
Jetzt muss die Obduktion klären, wie lange die Pensionistin schon tot war und ob sie eines natürlichen Todes starb. Die Kripo ermittelt in alle Richtungen. Auch die Frage, ob nach dem Tod noch Pension kassiert wurde, steht im Raum.
Eine wichtige Rolle in den Ermittlungen könnte jetzt der Sohn der Frau spielen. Laut Informationen aus der Nachbarschaft lebte der Mann still und zurückgezogen zuerst im Ort, dann zog er weg.