Generelle Impfpflicht für alle in Österreich kommt

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) lädt zur Landeshauptleute-Konferenz – auch Kanzler Schallenberg und Minister Mückstein sind dabei. (Archivfoto))
Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) lädt zur Landeshauptleute-Konferenz – auch Kanzler Schallenberg und Minister Mückstein sind dabei. (Archivfoto))HERBERT NEUBAUER / APA / picturedesk.com
Der Lockdown ist nach "Heute"-Infos bereits beschlossene Sache. Und: Eine generelle Impfpflicht kommt ab Februar nächsten Jahres.

Seit Donnerstagabend beraten Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) mit den Landeshauptleuten über die weiteren Corona-Maßnahmen. Wie "Heute" erfuhr, sind die Würfel gefallen: Ab Montag gehen alle neun Bundesländer in einen harten Lockdown. 

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Auch die Schulen sollen schließen – und dürfen nur für eine Betreuung von Kindern von Schlüsselarbeitskräften offen gehalten werden. Hinter den Kulissen gibt es Besprechungen über Detailfragen. Die Gespräche laufen noch. Zuvor hatten es die Sitzungsteilnehmer spannend gemacht. Ein für Donnerstag 22 Uhr angekündigtes Medienstatement ließen die Landeskaiser platzen. 

Impfpflicht für alle fix

Nach "Heute"-Infos soll ab Februar 2022 zudem eine Impfpflicht kommen. Insider berichten, dass derzeit an Details der Pflicht zum Jaukerl gebastelt werde. 

Bereits am Donnerstag wurde bekannt, dass sich der steirische Landeskaiser Herrmann Schützenhöfer für eine solche allgemeine Pflicht zum Corona-Jaukerl stark macht, genauso wie die Ärztekammer. Auch Europaministerin Karoline Edtstadler hält die Diskussion über eine generelle Impfpflicht für notwendig - ebenso wie Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP).

Auch die Österreicher stehen dahinter. In einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (knapp 16.000 Befragte) im Auftrag von PULS 24 befürworteten 53 Prozent der Teilnehmer eine aktuelle Impfpflicht. 

Bereits zwei Bundesländer im Lockdown 

Salzburg und Oberösterreich haben am Donnerstag bereits den Lockdown für alle ab Montag ausgerufen. Am Donnerstag wurde jedenfalls neuerlich ein Rekordwert an Neuinfektionen - 15.145 - sowie 55 Todesopfer binnen 24 Stunden gemeldet. Mit bereits 1.011.465 nachgewiesene Infektionen wurde die Schwelle von einer Million bestätigter Infektionen überschritten. Die Sieben-Tages-Inzidenz beträgt mittlerweile fast 1.000 - genau 988,7 je 100.000 Einwohner.

Die Corona-Ampel steht überall auf rot - eigentlich auf dunkelrot. In allen Bundesländern ist das Risiko einer Infektion sehr hoch. Die Corona-Kommission wies neuerlich darauf hin, dass die aktuell gültigen Maßnahmen nicht ausreichend sind - und sprach sich bereits für flächendeckende und allgemeine Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung ("Lockdowns") aus, um einer drohenden Überlastung der medizinischen Versorgung gezielt entgegenzuwirken.

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