"Impfpflicht alleine nicht geeignet für Weg aus Krise"

Gerry Foitik setzt weiter auf Dialog mit Impfgegnern.
Gerry Foitik setzt weiter auf Dialog mit Impfgegnern.apa/picturedesk
Wie kommen wir raus aus der Corona-Krise? Für Rettungskommandant Gerry Foitik ist klar: Nur Kontaktreduktion und Jaukerl führen aus der Pandemie. 

Überfüllte Spitäler, Corona-Demos und nahezu täglich neue Rekorde bei den Infektionszahlen: Viele sprechen angesichts dieser Lage aktuell von einem Desaster bei der Pandemie-Bekämpfung. Am Freitag stellte sich darum auch Bundesrettungskommandant Gerry Foitik im Ö1-Morgenjournal der Frage nach dem Ausweg der Pandemie. Dabei pochte der Rettungsboss klar auf das Jaukerl sowie die Kontaktreduktion. "Wenn zuviele Menschen gleichzeitig krank werden, sieht man, dass es eine Riesen-Belastung für das Gesundheitssystem ist."

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Er schickt jedoch ebenfalls voraus, dass Druck nur für manche aus der Gruppe der rund zwei Millionen Ungeimpften in Österreich der richtige Weg sei. "Für den Großteil dieser Gruppe sicherlich nicht", antwortete Foitik auf die Frage des Moderators, was er von der Impfpflicht halte.

Sture Impfgegner

Zu viele der ungeimpften Österreicher seien mittlerweile jedoch so sehr in ihrer Argumentation verfestigt, dass für die meisten Druck kein Ausweg sei. Stattdessen plädiert er für "Dialog und Diskurs", auch wenn er zugibt: "Es ist viel schwieriger als noch vor einem halben Jahr." Nachsatz: "Es gibt eigentlich keine Alternative."

"Wenn ein Freund von mir nicht auf den Druck der Impfpflicht reagiert und auf das Zureden nicht reagiert, dann wird er auf gar nichts reagieren", so der Bundesrettungskommandant. Beim Dialog sei nicht nur die Regierung sondern die gesamte Bevölkerung gefordert. 

Den Lockdown beurteilt Foitik als "notwendige Maßnahme", wenn auch keine "angenehme". Das Coronavirus sei jedoch ein "Naturphänomen" und damit nicht auf herkömmliche Art zu besiegen.  

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