Eine ungewöhnliche Aufschrift machte Polizisten in Kaldenkirchen-Hülst stutzig: Am Abend des 4. August kam einer Streife nahe der niederländischen Grenze ein auffällig beschriftetes Fahrzeug entgegen. Die Beamten drehten um und nahmen den Wagen genauer unter die Lupe.
Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass mit dem Pkw gleich etwas Entscheidendes nicht stimmte: Das Fahrzeug war weder zugelassen noch versichert.
Am Steuer saß eine 27-Jährige. Ihr 21 Jahre alter Bruder, dem das "Polisei"-Fahrzeug gehört, war mit einem separaten Wagen hinter ihr unterwegs.
Für die Fahrt hatten die Geschwister eine ungewöhnliche Erklärung parat. Sie gaben an, dass es "laut Google legal ist, ein unversichertes Fahrzeug von der Werkstatt nach Hause zu fahren".
Die Beamten ließen sich davon allerdings nicht überzeugen. Sie leiteten ein Strafverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs sowie wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
Die Kennzeichen des Wagens wurden abmontiert und sichergestellt. Für die Geschwister ging es anschließend nur noch mit dem Begleitfahrzeug weiter.