Gewalt in Österreichs Stadien nimmt zu

Bei jedem Bundesligaspiel gibt es durchschnittlich neun Anzeigen. Und die Gewalt in den Arenen nimmt stetig zu. Das Innenministerium will nun mit einem neuen Gesetz und den verstärkten Einsatz szenekundiger Beamter entgegensteuern.

Simmering gegen Kapfenberg, das ist schon lange keine Brutalität mehr. Eher Rapid gegen Austria oder Ried gegen den LASK. Die Gewalt in Österreichs Stadien nimmt statistisch gesehen stark zu. Pro Match setzt es im Durchschnitt neun Anzeigen - ein Drittel mehr als noch vor vier Jahren. Auf die Anhänger von vier Clubs entfallen 80 Prozent aller Anzeigen, nämlich Austria Wien, Sturm Graz, Rapid Wien und Lask Linz.

Keine Knallkörper mehr im Stadion

Das Innenministerium reagiert auf die Zahlen. Ab kommendem Jahr werden Feuerwerk, Knallkörper und bengalische Feuer in den Arenen verboten sein. Man sei mit der Bundesliga übereingekommen, das Pyrotechnikgesetz zu verschärfen, sagte Ressortchefin Maria Fekter (ÖVP): "Wir werden alles verbieten in diesem Bereich, beispielsweise Knallkörper, insbesondere auch die bengalischen Feuer, weil dort das Gefährdungspotenzial sehr hoch ist." Das Strafmaß steht noch nicht fest, soll aber hoch ausfallen.

"Welle gegen Gewalt"

Zu Beginn der Saison will die Bundesliga zudem die Aktion "Welle gegen Gewalt" starten. So sollen Fans in den Stadien sensibilisiert werden. Das Innenministerium setzt ebenfalls auf weitere Maßnahmen. Die Präventionsarbeit an Schulen soll verstärkt werden. Zudem soll es mehr so genannte szenekundige Beamte geben, die unter rivalisierenden Anhängern vermitteln.

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