Der Fall rund um "Seiler & Speer"-Sänger Christopher Seiler beschäftigt derzeit die heimische Musikszene – und sorgt für hitzige Debatten. Auch Marco Pogo (Dominik Wlazny) bezieht Stellung und wird dabei deutlich.
Für ihn ist klar, das Problem geht weit über einzelne Personen hinaus. "Es ist ja nicht nur ein Problem in der Musikbranche", sagt er. Gewalt – ob körperlich, verbal oder digital – sei ein gesamtgesellschaftliches Thema, das in vielen Bereichen sichtbar werde.
"Es ist erschreckend, in welcher Häufigkeit das passiert", betont er. Gleichzeitig sieht er eine klare Verantwortung, vor allem bei Männern. "Es braucht eine massive Kraftanstrengung von allen, und vor allem von Männern, andere Männer in die Schranken zu weisen."
Eine klare Linie, die zeigt, wie sensibel das Thema auch innerhalb der Szene behandelt wird, oder zumindest behandelt werden sollte.
Neben der öffentlichen Debatte spricht Pogo auch ein strukturelles Problem an: fehlende Unterstützung für Betroffene. Besonders kritisch sieht er, dass wichtige Anlaufstellen unter Druck geraten oder verschwinden. "Es gibt dann in Wahrheit keine Anlaufstelle mehr für Betroffene von digitaler Gewalt", warnt er. Gerade deshalb sei es entscheidend, dass Gesellschaft und Politik hier Verantwortung übernehmen.
Seine Meinung dazu fällt deutlich aus: "Ich glaube schon, dass wir uns das leisten müssen als Gesellschaft."