Mit seinem runden Gesicht, der Knopfnase und dem flauschigen Fell zählt der Koala zu den Lieblingen der Tierwelt. Doch hinter der süßen Fassade steckt ein echtes Überlebensgenie – das allerdings zunehmend unter Druck gerät.
Koalas leben ausschließlich in Australien und gehören zur Familie der Beuteltiere. Anders als viele vermuten, sind sie keine Bären, sondern näher mit dem Wombat verwandt. Ihren Lebensraum finden sie in den Eukalyptuswäldern an der Ostküste – denn Eukalyptusblätter sind ihr Hauptnahrungsmittel.
Das Problem: Diese Blätter sind nährstoffarm und schwer verdaulich. Deshalb schlafen Koalas bis zu 20 Stunden am Tag, um Energie zu sparen. Aktiv sind sie meist in der Dämmerung oder nachts – und das auch nur kurz.
Trotz ihres gemütlichen Lebensstils sind Koalas keine Schmusetiere. Sie leben allein, sind territorial und verteidigen ihr Revier. Bei Gefahr können sie kratzen und beißen – auch wenn sie sonst eher zurückhaltend sind.
In den letzten Jahren haben Waldbrände, Rodungen und Krankheiten den Bestand der Koalas dramatisch dezimiert. Experten schätzen, dass in freier Wildbahn weniger als 100.000 Tiere leben – Tendenz sinkend.
Der Koala ist nicht nur ein Touristenliebling, sondern ein wichtiges Symbol für den Erhalt australischer Natur. Wer ihn retten will, muss seine Heimat schützen – bevor es zu spät ist.