Invasion aus Australien

Giftiger Wurm bedroht jetzt unsere Gärten

Ein fleischfressender Strudelwurm breitet sich in Europa aus. Die giftige Art wurde nun auch in Österreich entdeckt.
Technik Heute
10.03.2026, 09:53
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Hobbygärtner aufgepasst: Ein gefährlicher Wurm macht sich in unseren Breiten breit. Die fleischfressende Art Caenoplana variegata stammt ursprünglich aus Australien und hat es mittlerweile bis nach Österreich geschafft. In Europa wurden bereits mindestens 25 nicht-heimische Strudelwurm-Arten registriert.

Das schleimige, schwarze Tier mit einem leuchtend grünbraunen Streifen auf dem Rücken ernährt sich von wichtigen Bodenlebewesen wie Regenwürmern, Schnecken und Asseln. Sein giftiger Schleim schützt ihn vor Fressfeinden und hilft ihm, Beute zu überwältigen.

Wie chip.de berichtet, wurde die Art erstmals im September 2023 in Nordrhein-Westfalen, in Deutschland, entdeckt. Mittlerweile ist der Strudelwurm auch in Österreich angekommen - ein Zufallsfund im Haus des Meeres in Wien brachte den Erstnachweis.

Fast unzerstörbar

Besonders beunruhigend ist die außergewöhnliche Regenerationsfähigkeit des Strudelwurms: Wird er in zwei Hälften geteilt, können sich daraus zwei vollständige Tiere entwickeln. Das macht eine Bekämpfung extrem schwierig.

Gefahr für die Bodenfruchtbarkeit

Wissenschaftler befürchten, dass Strudelwürmer langfristig die Fruchtbarkeit unserer Böden gefährden könnten. Da sie wichtige Bodenlebewesen fressen, besteht die Gefahr, dass das ökologische Gleichgewicht gestört wird. Das könnte sich negativ auf die Bodenqualität und die Landwirtschaft auswirken.

So gelangen die Würmer zu uns

Hauptursache für die Verbreitung ist der internationale Pflanzenhandel. Strudelwürmer reisen oft unbemerkt mit Topfpflanzen mit - vor allem in Gewächshäuser und Gartencenter. Wer Pflanzen kauft, sollte daher den Wurzelballen genau kontrollieren. Verdächtige Funde können Fachleuten gemeldet werden.

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