Tierisches Drama

Verhungert? Hunderte tote Seevögel an der Atlantikküste

Starke Winterstürme und Hunger führen zu massiven Strandungen von Seevögeln an der Atlantikküste – besonders Papageientaucher sind betroffen.
12.02.2026, 06:39
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Seit Mitte Jänner haben Freiwillige, die von der "Liga zum Schutz der Vögel", kurz LPO koordiniert werden, mehr als 300 gestrandete Seevögel entdeckt. Besonders schlimm hat es die Papageientaucher erwischt, die zu den Alkenvögeln gehören. Die toten Vögel wurden entlang der gesamten Atlantikküste von Spanien bis Portugal, jetzt Frankreich, gefunden. Der Naturschutzverband BirdLife zählte dort etwa 500 tote Vögel und betonte besonders besorgniserregend, dass fast alle Tiere unterernährt waren.

Die meisten Fälle in Frankreich gab es zwischen dem Finistère im Westen der Bretagne und dem Département Charente-Maritime nördlich von Bordeaux.

Papageientaucher sind prinzipiell raues Wetter gewohnt, doch sie finden kaum noch Nahrung.
iStock©GAPS

Stürme und Hunger

Die LPO sieht die Ursache für die vielen Strandungen vor allem in den heftigen Winterstürmen, die den Vögeln alle Kräfte kosten, sich über Wasser zu halten. In diesem Zusammenhang kam es bereits 2014 zu einem Massensterben bei den Seevögeln, da mehr als 21.000 Tiere durch schwere Stürme völlig erschöpft an den Stränden gestorben waren.

Ein weiterer Grund ist die Nahrungsknappheit durch die Überfischung, wird vermutet - fast alle Kadaver waren schwer unterernährt und konnten auch deshalb dem rauen Wetter nicht mehr trotzen.

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