Noch Anfang des Jahres schien die Gold-Rallye unaufhaltsam. Das Edelmetall jagte von Rekord zu Rekord und erreichte im Jänner einen Höchststand von knapp 5.595 US-Dollar je Feinunze. Doch dann kam der Absturz.
Der Goldpreis rutschte unter die Marke von 4.000 Dollar – ein Minus von rund 29 Prozent. Für Goldanleger ist das das schwächste Quartal seit mehr als zehn Jahren.
Wie NTV berichtet, liegt der Hauptgrund für den Einbruch in der Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Höhere Zinsen machen verzinsliche Anlagen wie Staatsanleihen attraktiver – Gold bringt hingegen keine laufenden Erträge.
Zusätzlichen Gegenwind bekommt der Goldpreis durch den starken US-Dollar. Auch die Entwicklungen im Nahen Osten spielen eine Rolle: Ein zwischenzeitliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran sorgte für sinkende Energiepreise. Gleichzeitig signalisierte Fed-Chef Kevin Warsh, dass wegen der hartnäckigen Inflation bald Zinserhöhungen kommen könnten.
Das verändert das Verhalten der Anleger deutlich. Nach der von Spekulationen und Zinssenkungshoffnungen befeuerten Rallye lösen Investoren ihre auf Kredit finanzierten Goldwetten auf. Aus Goldfonds fließt laut World Gold Council bereits den zweiten Monat in Folge Geld ab.
Neue Beschränkungen chinesischer Banken für den privaten Goldhandel erhöhen den Verkaufsdruck zusätzlich.
Statt in Gold zu investieren, investieren viele Anleger jetzt lieber in wachstumsstarke Technologiewerte – vor allem KI-Aktien, Chiphersteller und der Rekordbörsengang von SpaceX ziehen Kapital an.