Über 300.000 Euro erbeutet

Goldbarren mit Fake-Geld gekauft! Polizei sucht Phantom

Im November kam es in Wien und Mailand zu einem spektakulären Gold-Coup einer Italo-Bande. Einer der vier Täter ist ein Phantom – und wird gesucht.
Robert Cajic
18.01.2026, 12:00
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Goldübergabe in Wiener City-Hotel, zeitgleiche Geld-Aushändigung in Mailand: Es hätte ein diskreter Deal in Höhe von 300.000 Euro werden sollen, doch der Besitzer von 15 Goldbarren fiel auf fiese Betrüger rein.

Internationale Sonderermittlungsgruppen nahmen nun drei von vier Tatverdächtigen fest – doch ein Täter ist ein komplettes Mysterium. Das Einzige, das zu ihm bekannt ist: sein Aussehen. Nun wird mit Hochdruck nach ihm gefahndet.

"Rip Deal" in Wien und Mailand: Bande zahlte Gold mit Falschgeld

Am 6. November ereignete sich der sogenannte "Rip Deal" in Wien und Mailand: Vier Tatverdächtige täuschten gegenüber einem österreichischen Brüderpaar vor, internationale Geschäftsleute zu sein.

Die Bande vereinbarte den Ankauf von 3 Kilo Gold im Wert von über 300.000 Euro – die Übergabe der insgesamt 15 Goldbarren fand in einem Hotel in der Wiener Innenstadt statt, zeitgleich bekam die Österreicher in Mailand das Geld ausgehändigt. Das Problem dabei: Der Deal wurde mit Falschgeld gezahlt.

Was sind Rip-Deals?

Bei einem Rip-Deal wird dem Opfer vorgegaukelt, man sei am Erwerb hochpreisiger Gegenstände interessiert, die es zuvor im Internet inseriert hat. Dabei handelt es sich um klassische Luxusgüter – angefangen von der goldenen Rolex, bis hin zu hochpreisigen Fahrzeugen, Immobilien, Kryptowährungen und Yachten. Aber nicht nur Gegenstände, auch vermeintliche Geschäfte miteinander sollen die Opfer anlocken.

Die Tätergruppe agiert immer gleich: Die Opfer werden zu teuren Auslandsreisen eingeladen und dabei hofiert. Am Flughafen stehen in der Regel Luxusfahrzeuge inklusive Chauffeur bereit. Anschließend werfen die Täter mit dem Geld um sich, um das Vertrauen zu gewinnen.

Drei von vier Tatverdächtige ausgeforscht

Nach der Anzeigeerstattung durch die Opfer übernahm die "Rip-Deal Unit Vienna" die Ermittlungen und konnte innerhalb von zwei Monaten drei der vier Tatverdächtigen ausforschen. Die Tatverdächtigen sind bereits in mehreren europäischen Ländern wegen Betrugs und Einbruchsdiebstählen vorbestraft.

Italienische Polizisten nahmen nach umfangreichen Ermittlungen am 12. Jänner zwei tatverdächtige Italiener (29 und 32 Jahre) nahe Turin fest. Die Festnahmen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit EUROPOL sowie mit italienischen und spanischen Sonderermittlungsgruppen. Ein weiterer namentlich bekannter Mann aus Italien (21 Jahre) ist flüchtig.

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Behörden bitten um Hinweise

Die wahre Identität und der Aufenthaltsort des vierten Tatverdächtigen sind den Behörden derzeit nicht bekannt. Zur Ausforschung des bislang unbekannten Täters, ersucht die Polizei über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien um Veröffentlichung der Lichtbilder des Tatverdächtigen.

Hinweise werden streng vertraulich behandelt und – auch anonym – an das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Zentrum-Ost, Rip-Deal Unit Vienna, unter der Telefonnummer 01 31310 62510 erbeten.

{title && {title} } rca, {title && {title} } Akt. 18.01.2026, 15:51, 18.01.2026, 12:00
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