Lautstarke Sprechchöre, Iran-Fahnen und wütende Rufe gegen das Mullah-Regime: In der Wiener Innenstadt gingen am Sonntag gegen 13.30 Uhr unzählige Menschen gegen das iranische System und seinen obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei auf die Straße.
Viele wollten ein klares Zeichen setzen – gegen Unterdrückung, Gewalt und Repression im Iran. Laut "The Sunday Times" sollen nämlich 16.500 bis 18.000 Menschen bei den Massenprotesten getötet worden sein.
Vom Heldenplatz ausgehend ging es für die Protestierenden über den Schwarzenbergplatz Richtung Rennweg. Der ÖAMTC informierte Autofahrer bereits zu der Iran-Demo, denn: Über 2.000 Demonstrierende wurden erwartet. Temporäre Verkehrssperren und Verkehrsableitungen im Demonstrationsbereich selbst sowie auf allen angrenzenden Straßenzügen sind die Folge.
Mit Transparenten, Megaphonen und Parolen machten die Teilnehmer unmissverständlich klar: Sie fordern ein Ende der islamischen Diktatur. Schon in der Vergangenheit kam es in Wien immer wieder zu Protesten gegen das Regime – teils direkt in der City, teils vor der iranischen Botschaft.
Viele Demonstranten in Wien zeigen: Sie wollen Druck machen – damit Europa nicht wegschaut, während im Iran Menschen für Freiheit kämpfen. Die Kundgebung unter dem Motto "Stoppt die Diktatur im Iran" blieb friedlich, war aber unüberhörbar: Die Wiener City stand für mehrere Stunden ganz im Zeichen des Protests gegen Chamenei und sein Regime.
Unter den Parolen wiederholte sich immer wieder: "Chamenei Terrorist." Fazit: Die Anti-Mullah-Demos in Wien zeigen: Der Widerstand gegen das Regime endet nicht an den Grenzen des Iran – auch hier wird lautstark protestiert.
Während im Ausland und auch in Österreich demonstriert wird, reagiert das Regime in Teheran weiter mit Härte. Chamenei bezeichnet regierungskritische Proteste als gesteuert und inszeniert – und lässt zugleich regimetreue Gegendemonstrationen aufmarschieren. Diese seien laut ihm eine "Warnung" an die USA.
Im Iran selbst ist die Stimmung seit Wochen explosiv: Trotz massiver Maßnahmen, Internet-Blockaden und harter Sicherheitskräfte gehen Menschen weiterhin auf die Straße. Berichte sprechen von einer zunehmend außer Kontrolle geratenen Situation.