"Father Mother Sister Brother"

Goldener Löwe für Jim Jarmusch bei Filmfest Venedig

Jim Jarmusch gewinnt mit "Father Mother Sister Brother" den Goldenen Löwen in Venedig. Kaouther Ben Hania erhält den Großen Preis der Jury.
Heute Entertainment
06.09.2025, 22:09
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Bei den Filmfestspielen in Venedig hat der US-Regisseur Jim Jarmusch für sein Familiendrama "Father Mother Sister Brother" den Goldenen Löwen bekommen. Die Jury hat das am Samstagabend bekannt gegeben. Der Film beschäftigt sich in drei Episoden mit den komplizierten Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern. Besonders im Fokus steht die Sprachlosigkeit, die oft zwischen ihnen herrscht. Mit dabei sind große Namen wie Cate Blanchett, Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling und Vicky Krieps.

Jarmusch setzt in seinem Werk auf feine Beobachtungen und wiederkehrende Motive. Gesten, Blicke und Pausen sagen in "Father Mother Sister Brother" oft mehr als viele Worte. Wie NTV berichtet, zählt Jarmusch zu den bekanntesten Autorenfilmern unserer Zeit. Zu seinen früheren Filmen gehören etwa "Night on Earth" und "Only Lovers Left Alive".

Der zweitwichtigste Preis in Venedig, der Große Preis der Jury, ging heuer an "The Voice of Hind Rajab" von Kaouther Ben Hania. Die tunesische Regisseurin erzählt darin von den letzten Momenten im Leben des palästinensischen Mädchens Hind Rajab im Gazastreifen. Hind Rajab ist im Jänner 2024 gestorben, als ihre Familie aus der Stadt Gaza geflüchtet ist. Der Film und mehrere unabhängige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Hind Rajab und Teile ihrer Familie von israelischen Streitkräften getötet wurden.

Das israelische Militär bestreitet das und sagt, dass zu diesem Zeitpunkt keine eigenen Truppen vor Ort waren. Im Film wird der Hamas-Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023, der den Krieg ausgelöst hat, nicht thematisiert. Produziert wurde das Werk unter anderem von Brad Pitt und Joaquin Phoenix.

Den Silbernen Löwen für die beste Regie hat der US-Amerikaner Benny Safdie für sein Wrestling-Drama "The Smashing Machine" bekommen. In den Hauptrollen: Dwayne "The Rock" Johnson und Emily Blunt. Weitere Preise gingen an die Chinesin Xin Zhilei als beste Schauspielerin für "The Sun Rises On Us All" von Cai Shangjun, an den Italiener Toni Servillo als besten Schauspieler für "La Grazia" von Paolo Sorrentino und an die Franzosen Valérie Donzelli und Gilles Marchand für das beste Drehbuch mit "À pied d'œuvre".

Der Spezialpreis der Jury wurde dem Italiener Gianfranco Rosi für seine Neapel-Doku "Sotto le nuvole" verliehen. Die Schweizerin Luna Wedler erhielt für ihre Rolle in "Silent Friend" von Ildikó Enyedi den Marcello-Mastroianni-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin.

Die heurigen 82. Filmfestspiele von Venedig, die am 27. August begonnen haben, gehören gemeinsam mit Cannes zu den wichtigsten der Welt. Im Wettbewerb sind diesmal 21 Filme um die Hauptpreise ins Rennen gegangen. Die Auszeichnungen wurden von einer internationalen Jury vergeben, Vorsitzender war der US-Regisseur Alexander Payne.

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