Die anhaltende Trockenheit macht dem Golfresort Stegersbach im Burgenland schwer zu schaffen. Mit 190 Hektar zählt es zu den größten Anlagen Österreichs.
Seit der Eröffnung vor fast 30 Jahren wird der Golfplatz mit Wasser aus der Lafnitz bewässert. Doch wegen des Extrem-Wetters ist vorerst Schluss damit: Aufgrund des niedrigen Pegelstands darf das Resort seit 10. August kein Wasser mehr aus dem Fluss entnehmen, das berichtet der ORF.
Jetzt bleibt nur noch das Restwasser in den Speicherteichen.
Die Konsequenz ist für den renommierten Sportplatz dramatisch: Nur noch ein Prozent der gesamten Fläche wird bewässert.
"Wir haben aufgrund dessen nur mehr ein Prozent der Fläche bewässert – das heißt die Grüns, die Golfgrüns, wo sich die Fahnen befinden und das andere haben wir jetzt mittlerweile eingestellt", sagt Greenkeeper Kilian Reisinger im ORF.
Das Ergebnis ist deutlich sichtbar. Die Spielbahnen sind mittlerweile großteils braun. Grün und saftig bleibt das Gras lediglich rund um die Fahnen.
Trotz der Trockenheit kann auf der Anlage weiterhin Golf gespielt werden. Entscheidend dafür ist, dass zumindest die Grüns ausreichend Wasser bekommen.
Denn das Gras auf den übrigen Flächen kann die Trockenheit eine Zeit lang überstehen. "Das Gras geht draußen auf der Spielbahn in einen Ruhezustand oder in so einen Komazustand und kommt oft wieder, wenn es nicht zu lange dauert."
Bei den Grüns, dort, wo das Loch ist, wäre die Situation deutlich ernster. "Beim Grün ist es so, das würde wirklich absterben. Man kann dann nicht mehr drauf spielen und das wäre ganz schlecht", erklärt Reisinger.
Wie lange die Einschränkungen bei der Bewässerung dauern werden, ist derzeit offen. Vorerst muss das Golfresort mit dem vorhandenen Wasser in den Speicherteichen auskommen.
Auch Stegersbachs Bürgermeister Jürgen Dolesch verweist laut ORF auf die Bedeutung der Anlage für die Region. Der Golfplatz sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Thermenregion.