Er legte Feuer und rückte danach selbst zum Löschen aus: Ein 28-jähriger Feuerwehrmann steht im Verdacht, während der trockenen Sommermonate im Bezirk Oberpullendorf mehrfach Brände verursacht zu haben. Bei seiner Einvernahme gestand der Mann laut "Kronen Zeitung" drei Brandstiftungen.
Die Feuer brachen jeweils am späten Nachmittag oder frühen Abend aus. Mitte Juli brannte zunächst eine Böschung bei einem Jagdsitz an einem Güterweg.
In einem weiteren Fall soll der 28-Jährige das Papier eines Jausenbrots in seinem Auto angezündet und anschließend aus dem Fenster geworfen haben. Dadurch geriet eine ausgetrocknete Wiese neben der Bundesstraße 50 in Brand, berichtet die Tageszeitung.
Im August soll der Feuerwehrmann erneut zugeschlagen haben. Unweit des ersten Tatorts brannte wieder eine trockene Böschung.
Besonders brisant: Der 28-Jährige rückte anschließend selbst zu den von ihm ausgelösten Bränden aus. "Der 28-Jährige war immer voll dabei und kämpfte gegen die Flammen an", ist laut Bericht im amtlichen Protokoll vermerkt.
In zwei Fällen soll er sogar selbst den Notruf gewählt haben, kurz nachdem er das Feuer gelegt hatte.
Bei seiner Einvernahme gestand der Beschuldigte schließlich drei Brandstiftungen. Nach seinen Angaben habe er nie beabsichtigt, dass etwas Schlimmes passiert. Ihm sei es um etwas Action gegangen, Feuerwehreinsätze "habe er gern", heißt es im Bericht der "Krone".
Alle drei Brände blieben vergleichsweise klein und konnten rasch gelöscht werden. Menschen oder Gebäude waren demnach zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Auch Verletzte oder Sachschäden gab es nicht.
Obwohl die Brände glimpflich ausgingen, bleibt das Verhalten für den 28-Jährigen nicht ohne Folgen. Eine Strafe steht weiterhin im Raum.