Horrorvorstellung: Zwei Wochen nach dem Brand in der Tierkörperverwertung in Unterfrauenhaid (Burgenland) bekommen die Bewohner die Folgen des Feuers weiter zu spüren. In der Gemeinde stinkt es gewaltig, das berichtet der ORF.
Der Grund liegt rund zwei Kilometer außerhalb des Ortszentrums. Beim Brand in der Tierkörperverwertung wurden die Filteranlage und das Abluftsystem zerstört. Der Betrieb läuft zumindest teilweise trotzdem weiter, derzeit allerdings ohne Filter.
"Wir sind sehr dankbar, dass wir zeitnah in Abstimmung mit den Behörden unseren Betrieb wieder aufnehmen haben können, damit wir als Unternehmen der kritischen Infrastruktur unseren Auftrag - der Entsorgung von Falltieren, tierischen Nebenprodukten, Seuchenprävention – weiter durchführen können", erklärt Friedrich Hausberger von der TKV Burgenland laut ORF.
Für die Bewohner bedeutet das: Die Geruchsbelästigung dürfte noch einige Zeit anhalten. Bis der Filter wieder vollständig funktioniert, werden laut den vorliegenden Informationen noch mehrere Wochen vergehen.
Wie stark der unangenehme Geruch in den Ort zieht, hängt auch von Windrichtung und Windstärke ab.
Dass sich die Situation seit dem Feuer verschlechtert hat, bestätigt auch Bürgermeister Thomas Niklos dem ORF: "Die Beschwerden und die Sorgen in der Bevölkerung sind natürlich mehr geworden. Ich bin aber auch gleichzeitig dankbar, dass die Beschwerden und Sorgen der Bevölkerung von der Tierkörperverwertung auch sehr ernst genommen werden."
Die Tierkörperverwertung bedauert die derzeitige Situation. "Wir bedauern jede Unannehmlichkeit für die Bevölkerung sehr. Wir tun alles, um die notwendigen Prozessschritte schnellstmöglich wieder in Funktion zu setzen. Wir bitten um Verständnis, dass das eine absolute Ausnahmesituation ist", so Hausberger.
Das Werk spielt für Unterfrauenhaid eine wichtige Rolle. Es ist der größte Arbeitgeber der Gemeinde, zudem wird mit seiner Abwärme das örtliche Fernwärmenetz gespeist.
Wie hoch der Schaden durch das Feuer ist und wodurch der Brand ausgelöst wurde, ist bisher nicht bekannt.