Tragödie im Skigebiet

Gondel-Absturz während Sicherung – Frau (61) tot

Nach dem tödlichen Gondelabsturz im Skigebiet Titlis äußert sich nun der Bahn-Chef zum Unglück. Eine 61-jährige Frau kam dabei ums Leben.
Newsdesk Heute
19.03.2026, 14:44
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Nach dem tödlichen Gondelabsturz im Schweizer Skigebiet Titlis meldet sich nun erstmals der Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen zu Wort. Eine 61-jährige Frau kam bei dem Unglück ums Leben.

Der Unfall ereignete sich, als Mitarbeitende gerade dabei waren, die Anlage wegen eines Sturms außer Betrieb zu nehmen. Laut Hans Wicki, FDP-Ständerat und Verwaltungsratspräsident der Titlis Bergbahnen, war die Entscheidung dazu bereits gefallen.

Frau kam ums Leben

Wie "Heute" berichtete, ereignete sich der Vorfall am Mittwoch. Laut Augenzeugen überschlug sich die Gondel nach dem Absturz mehrmals. Eine 61-Jährige kam dabei ums Leben. Zum Zeitpunkt des Unglücks fegten Windböen mit bis zu 84 km/h über die Berge. Nach dem Unglück sei das Skigebiet gesperrt worden. Passagiere noch in Betrieb stehender Gondeln wurden evakuiert.

Absturz während Sicherungsvorgang

"Zum Zeitpunkt des Unfalls war der Entscheid, die Bahn außer Betrieb zu nehmen, von den Mitarbeitern bereits getroffen worden – eben wegen des Sturms. Die Mitarbeitenden waren daran, die Gondeln einzuparken", sagte er gegenüber dem "Tages-Anzeiger".

Ausgerechnet während dieses Sicherungsvorgangs kam es zu dem folgenschweren Absturz. Nach aktuellem Stand hätten die Angestellten jedoch korrekt gehandelt. "Die Titlisbahnen investieren viel in Sicherheit und Kontrollen – ein solches Unglück darf nicht passieren", so Wicki weiter.

Technischer Defekt möglich

Noch unklar ist, ob auch ein technischer Defekt eine Rolle gespielt haben könnte. Im Fokus steht unter anderem eine mögliche Klemme – in der Vergangenheit hatte die Sicherheitsuntersuchungsstelle bei Bauteilen des Herstellers Garaventa mehrfach Mängel festgestellt.

Trotz des Unglücks betont Wicki das grundsätzlich hohe Sicherheitsniveau: "Über viele Jahre hinweg ist nie ein größerer Unfall passiert. Das zeigt, dass das Sicherheitsniveau sehr hoch ist. Gerade deshalb ist dieser Fall so außergewöhnlich. Ich bin aber überzeugt, dass wir alles getan haben, was nach heutigem Wissen und mit den geltenden Standards möglich war", erklärte der Verwaltungsratspräsident.

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