D4vd sorgt derzeit nicht nur wegen schwerer Vorwürfe für Schlagzeilen, sondern nun auch wegen eines mutmaßlichen Millionen-Betrugs rund um Google-Daten.
Der italienische Google-Mitarbeiter Michele Spagnuolo wurde in New York festgenommen und wegen Betrugs, Geldwäsche sowie Computerkriminalität angeklagt. Laut US-Ermittlern soll der Softwareingenieur Zugang zu vertraulichen Google-Suchdaten genutzt haben, um auf der Wettplattform Polymarket gezielt Wetten abzuschließen.
Besonders auffällig: Spagnuolo soll darauf gesetzt haben, dass D4vd zu den meistgesuchten Personen des Jahres 2025 bei Google gehört – beziehungsweise sogar Platz eins erreicht. Während die Plattform diesen Ausgang zunächst als nahezu unmöglich einstufte, sollen interne Google-Daten bereits gezeigt haben, dass D4vd plötzlich massive Suchanfragen generierte.
Mit Einsätzen von unter 1.000 Dollar soll der Beschuldigte laut Anklage schließlich rund 1,2 Millionen Dollar Gewinn erzielt haben.
Die Ermittler werfen ihm außerdem vor, versucht zu haben, die Herkunft des Geldes zu verschleiern.
Zusätzliche Brisanz erhält der Fall, weil D4vd derzeit selbst wegen Mordvorwürfen im Gefängnis sitzt. Dem Musiker wird vorgeworfen, im April 2025 die 14-jährige Celeste Rivas Hernandez getötet zu haben. Er plädierte bislang auf nicht schuldig.
Der mutmaßliche Google-Betrüger wurde inzwischen gegen eine Kaution in Höhe von 2,25 Millionen Dollar freigelassen. Das Verfahren läuft weiter.