Google hat offiziell Lyria 3, das neue generative Musikmodell von Google DeepMind, präsentiert. Das System ist Teil der Gemini-Plattform und ermöglicht Nutzern ab 18 Jahren, eigene Musik innerhalb von Sekunden zu erstellen – und das auf Basis von simplen Textprompts, Fotos oder Videos. Wer bisher dachte, man brauche teure Software oder jahrelanges Musikstudium, um eigene Songs zu komponieren, wird jetzt eines Besseren belehrt. Lyria 3 bietet die Möglichkeit, Musik zu erzeugen, die direkt aus Eingaben wie Text oder visuellen Medien via Gemini entsteht.
Nutzer geben eine kurze Beschreibung, ein Genre oder ein Gefühl ein, und die KI verwandelt diese Eingabe in einen individuellen 30-Sekunden-Track. Wer möchte, kann zusätzlich Fotos oder Videoclips hochladen, aus denen das System Inspiration für Melodie, Rhythmus oder Stimmung zieht. Auf diese Weise entstehen nicht nur Musikstücke, sondern auch passende Cover-Artworks, die sofort geteilt werden können. Besonders spannend: Lyria 3 generiert automatisch auch die Songtexte. Nutzer müssen also keine eigenen Lyrics schreiben, sondern können sich voll auf die kreative Richtung konzentrieren, die sie ihren Tracks geben wollen.
Beispiel gefällig?
Mit dem Prompt "Erstelle einen modernen Après-Ski-Track in deutscher Sprache, der diesen 5 sehr unterschiedlichen Freund*innen gefallen würde. Die Hook sollte sehr eingängig sein, gesungen wird er von einer prägnanten, tieferen Frauenstimme." und dem KI-generierten Bild oben kommt so etwas heraus:
Gleichzeitig lässt sich die Musik in Stil, Gesang und Tempo steuern, sodass auch experimentelle oder ungewöhnliche Kombinationen möglich sind. Google betont, dass Lyria 3 realistische und musikalisch komplexe Ergebnisse liefert. Dabei handelt es sich um kurze Clips, die sich ideal für den persönlichen Ausdruck oder Social-Media-Inhalte eignen, weniger jedoch für professionelle Musikproduktionen. Die KI imitiert nicht einzelne Künstler, sondern verarbeitet Inspirationen kreativ. Um die Herkunft der Inhalte transparent zu halten, nutzt Google ein unsichtbares Wasserzeichen, SynthID, das automatisch KI signalisiert.
Das System ist zudem mehrsprachig verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Hindi, Japanisch, Koreanisch und Portugiesisch. Das ermöglicht eine breite Nutzung und erleichtert es Menschen weltweit, eigene musikalische Ideen umzusetzen. Google gibt zudem Filter- und Meldeoptionen für urheberrechtlich geschützte Inhalte an, um eine missbräuchliche Nutzung zu vermeiden.
Die Zielgruppe von Lyria 3 ist bewusst breit angelegt: Vom Hobby-Musiker über Social-Media-Content-Creator bis hin zu kreativen Experimentierern, die Musik einfach mal ausprobieren möchten. Nutzer mit einem Google AI Plus-, Pro- oder Ultra-Abo erhalten höhere Nutzungslimits und können noch mehr Tracks erzeugen. Die KI soll laut Google nicht nur Unterhaltung liefern, sondern auch Inspiration: Ideen, die sonst vielleicht in Schubladen bleiben würden, lassen sich nun direkt in hörbare Musik verwandeln.
Google plant, Lyria 3 kontinuierlich weiterzuentwickeln. Künftige Updates sollen die Qualität der Tracks verbessern, zusätzliche Sprachen ermöglichen und die kreative Kontrolle noch präziser gestalten. Mit Lyria 3 wird Musikproduktion für alle zugänglich – ohne teure Ausrüstung, ohne komplexe Softwarekenntnisse. Das Unternehmen verfolgt dabei die Balance zwischen Kreativität und Verantwortung: Musik soll individuell entstehen, Rechte Dritter bleiben geschützt.
Mit Lyria 3 betritt Google DeepMind ein neues Kapitel der KI-generierten Musik. Wer künftig einen eigenen Song in Sekunden produzieren möchte, muss dafür nicht länger selbst Töne, Akkorde oder Texte zusammensetzen – ein paar Eingaben genügen, und die KI erledigt den Rest.