Sport

Gorgon köpft die Austria zum Herbstmeistertitel

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:10

Nach dem Patzer von Tabellenführer Red Bull Salzburg holte sich die Wiener Austria mit einem 2:1-Sieg über Sturm Graz die Liga-Spitze zurück und krönte sich zum Herbstmeister. Dabei musste die Elf von Thorsten Fink aber kämpferische Qualitäten zeigen und nach einer schwachen Anfangsphase einen frühen Rückstand aufholen.

Nach dem Patzer von Tabellenführer mit einem 2:1-Sieg über Sturm Graz die Liga-Spitze zurück und krönte sich zum Herbstmeister. Dabei musste die Elf von Thorsten Fink aber kämpferische Qualitäten zeigen und nach einer schwachen Anfangsphase einen frühen Rückstand aufholen.

Im Vergleich zur klaren Niederlage in Ried nahm Austria-Coach Thorsten Fink gegen die Steirer drei Veränderungen vor, brachte die etatmäßigen Philipp Zulechner und Christoph Martschinko auf der linken Seite. Für den im Innviertel überforderten Richard Windbichler kam Vance Shikov zurück in die Innenverteidigung. Auch Sturm-Coach Franco Foda tauschte drei Positionen aus. Klem, Offenbacher und Piesinger rückten in die Startaufstellung, in der mit Horvath, Kienast und Madl drei Ex-Veilchen standen.

Gerade als die Wiener Austria im Begriff war, das Spiel in der Anfangsphase unter Kontrolle zu bringen, sorgten die Grader für die frühe kalte Dusche für Violett. Nach einem schlampigen Pass im Mittelfeld fingen die Steirer die Kugel ab. Simon Piesinger schickte Ex-Veilchen Sascha Horvath ins Loch, der eiskalt zur Führung einschob (4.). Auch danach blieben die Grazer gefährlicher. Einen Kienast-Volley-Aufsitzer musste Osman Hadzikic klären (14.).

Ausgleich mit dem ersten Torschuss

Die Veilchen kamen nicht zu ihrem typischen ballbesitzorientieren Spiel, verschenkten viele Bälle im Mittelfeld. So legte Roman Kienast nach schlechter Kopfballrückgabe von Lukas Rotpuller beinahe den zweiten Treffer nach. Sein Schupfer über Austria-Goalie Hadzikic strich nur hauchdünn am langen Eck vorbei (19.). Der erste Angriff der Veilchen über Lary Kayode wurde von der Sturm-Defensive zum Corner geklärt (21.).

Nur langsam kamen die Veilchen besser ins Spiel. Ein Koch-Abschluss ging deutlich am langen Eck vorbei (26.), ein Gorgon-Schuss aus 25 Metern bereitete Sturm-Keeper Esser, der im Nachfassen fing, wenig Probleme (29.). Erst in der 39. Minute kamen die Veilchen mit dem ersten Abschluss auf das Grazer Tor zum Ausgleich. Lary Kayode netzte einen von Kehat kurz abgelegten Ball im Rücken der Abwehr eiskalt ein (39.).

Austria aktiver nach der Pause

Nachdem die Grazer für ihre Passivität mit dem Ausgleichstreffer bestraft worden waren, setzte Piesinger erneut ein Zeichen. Den Abschluss des defensiven Mittelfeldspielers musste Austria-Keeper Hadzikic aus dem rechten Eck kratzen (40.). Kurz vor der Pause köpfte Philipp Zulechner noch knapp über die Querlatte (45+2.). So ging es in einer von Taktik geprägten Partie mit 1:1 in die Kabine. 

Unmittelbar nach Wiederbeginn hätte Kayode mit seinem zweiten Treffer des Abends die Führung für die Veilchen besorgen können, doch der Schuss des Nigerianers ging nur ins Außennetz (46.). Danach präsentierten sich die Veilchen schwungvoller als vor der Pause. In einer Doppelchance scheiterten Zulechner und Koch (49.), dessen Schuss aus spitzem Winkel Zentimeter am kurzen Eck vorbei strich (49.), keinen Konter schloss Alex Gorgon zu unpräzise ab (54.).

Später Siegtreffer in Violett

Doch gegen die kompakt stehenden Grazer mühten sich die Veilchen, zwingende Chancen zu kreieren. Nachdem Kayode übermotiviert in Sturm-Keeper Michael Esser gegrätscht war, zeigte Referee Manuel Schüttengruber dem Stürmer in der 68. Minute die gelbe Karte. Den ersten Versuch der Grazer nach dem Seitenwechsel feuerte der eingewechselte Kristijan Dobras in der 77. Minute ab, konnte Veilchen-Schlussmann Hadzikic aber nicht in Verlegenheit bringen.

Doch das druckvolle Spiel der Veilchen machte sich in der Schlussphase bezahlt. In der 81. Minute köpfte Alexander Gorgon bei einer Martschinko-Flanke das 2:1 für Violett. Die endgültige Entscheidung verpasste der eingetauschte Kevin Friesenbichler mit einem Schuss, der deutlich am kurzen Eck vorbeiging (87.). Nachdem die violette Defensive keine Chancen der Grazer mehr zuließ, holten sich die Veilchen die Tabellenführung zurück und krönten sich zum Herbstmeister. 
Den Live-Ticker zum Nachlesen finden Sie auf Seite 2.

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