Letzter großer Auftritt! Felix Gottwald ist Österreichs erfolgreichster Athlet bei Olympischen Spielen (3 Gold, 1 Silber, 3 Bronze). Eine Einzel-WM-Goldmedaille fehlt dem Querdenker der heimischen Sport-Szene ("Ich definiere mich nicht über Siege") noch. In Heute spricht der Kombinierer über seine Gefühle und das Besondere am Holmenkollen.
Ziele bei der Nordischen WM: "Ich habe Routine und die Form passt. Ob ich gewinne oder nicht: Der Felix, der heimfährt, wird der gleiche sein. Ich will meine Leistung abrufen. Wenn mir das gelingt, möchte ich nicht gegen mich selbst laufen müssen."
Fehlendes Einzel-WM-Gold: "Ich bin nicht hier, um meine Statistik aufzupolieren. Fix ist: Die Schanzen und Strecken taugen mir. Als guter Langläufer kannst du hier was rausholen. Es geht lange leicht bergauf - das ist eine echte Arbeitsstrecke."
Das dichte WM-Programm: "Samstag, Montag, Mittwoch und Freitag steigen die Rennnen. Das taugt mir. Weil dann auch die Substanz zählt, die man sich durch jahrelanges Training erarbeitet hat. Einige werden gegen Schluss schon ein wenig müde werden. Das wird interessant."
Winterfest am Holmenkollen: "Oslo ist Oslo - das ist für uns Nordische etwas ganz Besonderes. Die Menschen leben hier den Wintersport. Ich war gerade auf der Strecke, in den Wäldern stehen bereits Zeltstädte - Zehntausende werden dort mitfiebern."
Sein Leben nach dem Sport:
"Als Sportler sind wir in einer geschützten Werkstätte. Das ist mir klar. Entscheidend ist es, dass du im Leben mit dir selbst zufrieden bist. Das will ich schaffen."