GPDA-Befragung: So sehen die Fans die Formel 1

Bild: GEPA pictures/ Andreas Pranter
Die Formel 1-Fahrergewerkschaft GPDA veröffentlichte am Mittwoch die Erkenntnisse aus der größten Fanbefragung, die je iim Sport durchgeführt wurde. 217.756 Motorsport-Begeisterte aus 194 Ländern nahmen teil.
Für die Befragung war auch Alexander Wurz als einer der drei Vorsitzenden der Gewerkschaft verantwortlich.

Gerade in Österreich fand die Befragung großen Anklang. Nur in Großbritannien, Frankreich und den USA beantworteten mehr Motorsport-Fans den Fragebogen der GPDA. Damit liegt Österreich vor den Formel 1-verrückten Ländern Deutschland (5.) und Italien (9.). Auffällig ist, dass die oft als aalglatten Mercedes-Stars Lewis Hamilton und Nico Rosberg, die die Formel 1 dominieren, nicht die Lieblingspiloten der Fans sind. In dieser Wertung führt "Iceman" Kimi Räikkönen vor Fernando Alonso und Jenson Button. Bei den Teams liegt Ferrari in Front.

Auffällig ist, dass der Großteil der Formel 1-Fans die Motorsport-Königsklasse als zu teuer, zu technologisch und langweilig bezeichnet. Um dies zu ändern, wollen 89 Prozent der Befragten, dass die Formel 1 wieder konkurrenzfähiger wird. Immerhin 77 Prozent meinen, dass die Wirtschaftsinteressen im Motorsport zu wichtig geworden sind. 56 Prozent finden, dass Formel 1-Boliden zu einfach zu pilotieren sind.

Reifenhersteller und Tankstopps

Den Fans ist vor allem der mickrige Motorenklang der Boliden ein Dorn im Auge. 73 Prozent empfinden den Sound als wichtig, 72 Prozent vermissen fehlende Stärker der Antriebe. Am unverständlichsten sind für die Fans der Motorsport-Königsklasse allerdings die zu komplexen Regeln. 74 Prozent der Fans wollen lockere Richtlinien, um den Teams einen Spielraum zu geben. Nicht auf Anklang bei den Fans stoßen Ideen eines Einheitsautos oder Motoren (je 16%) oder die Reduzierung auf weniger Teams, die dafür mehr Autos stellen (14%).

Um die Formel 1 wieder spannender zu machen, würden 80 Prozent der Fans mehr als einen Reifenlieferanten erlauben, die Wiedereinführung von Tankstoppts ist für 60 Prozent ein Begeisterungsfaktor. 
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