Ein mutmaßlicher Drogenring soll seit Anfang 2025 im Raum Kufstein große Mengen Kokain und Cannabis verkauft haben. Nach umfangreichen Ermittlungen der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Kufstein wurden insgesamt neun Verdächtige ausgeforscht. Mehrere von ihnen sitzen mittlerweile in Haft.
Im Zentrum der Ermittlungen standen zunächst ein 22-jähriger und zwei 23-jährige Österreicher, ein 23-jähriger Rumäne sowie eine 22-jährige Deutsche. Laut Polizei sollen sie größere Mengen Kokain und Cannabiskraut über den Grenzübergang Kiefersfelden nach Österreich gebracht und anschließend weiterverkauft haben.
Im April 2026 wurden die fünf Verdächtigen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck festgenommen. Bei anschließenden Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche elektronische Beweismittel und Vermögenswerte sicher. Zudem fanden sie rund 500 Gramm Kokain, etwa 420 Gramm Cannabiskraut und rund 180 Gramm Cannabisharz. Auch mehrere Waffen, darunter Schusswaffen, wurden beschlagnahmt.
Die drei österreichischen Beschuldigten wurden in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Der Rumäne und die Deutsche wurden auf freiem Fuß angezeigt.
Die weiteren Ermittlungen führten die Polizei zu vier mutmaßlichen Unterhändlern der Gruppierung: drei Österreichern im Alter von 21, 26 und 29 Jahren sowie einem 28-jährigen Bosnier. Auch sie wurden festgenommen. Bei Hausdurchsuchungen fanden die Beamten weitere elektronische Beweismittel, rund 70 Gramm Kokain sowie geringe Mengen Cannabiskraut.
Der 21-Jährige, der 29-Jährige und der 28-jährige Bosnier kamen ebenfalls in die Justizanstalt Innsbruck. Der 26-Jährige wird auf freiem Fuß angezeigt.
Insgesamt soll die Gruppierung seit zumindest Anfang 2025 im Raum Kufstein knapp zwei Kilogramm Kokain und rund 39 Kilogramm Cannabiskraut in Verkehr gesetzt haben.