Anfang August wurde auf einer Alm nahe Pfunds in Tirol (Bezirk Landeck) ein 17-jähriges Shetland-Pony namens "Pumuckl" tot aufgefunden. Die Auswertung von DNA-Proben ergab nun eindeutig, dass ein Bär für den Tod des Tieres verantwortlich ist.
Das gab das Land Tirol in einer aktuellen Presseaussendung bekannt.
Nach dem tragischen Vorfall an der Grenze zur Schweiz und zu Italien hatten lokale Medien bereits vermutet, dass ein Bär das Pony gerissen haben könnte. Die genetischen Untersuchungen der entnommenen Proben bestätigten diese Annahme nun offiziell.
Wie die "TZ" berichtet, hat das Land Tirol zudem Beweise für die Anwesenheit eines zweiten Bären in der Region. Die Ergebnisse der Genotypisierung, mit denen das genaue Individuum bestimmt werden kann, stehen allerdings noch aus.
Im Tiroler Oberland wurde bereits im letzten Jahr mindestens ein Bär nachgewiesen. Ob es sich beim aktuellen Fall um dasselbe Tier handelt, ist derzeit noch unklar.
Die bisherigen genetischen Analysen ergaben, dass 2025 und 2026 ein männlicher Bär mit der Bezeichnung 'Tirol_05' in der Region unterwegs war. Dieses Tier wurde auch 2024 in Ried im Oberinntal festgestellt.
Ein weiteres männliches Exemplar, bezeichnet als 'Tirol_04', wurde 2024 im Gemeindegebiet Pfunds nachgewiesen. Seitdem konnte dieser Bär in Tirol allerdings nicht mehr eindeutig genetisch identifiziert werden. Manche Proben konnten keinem bestimmten Tier zugeordnet werden.
Immer wieder werden auch in Bayern Bären gesichtet. Im Mai 2023 gelang ein Fotobeweis im Hintersteiner Tal bei Bad Hindelang.
Auch Anfang Juli 2026 berichteten Landwirte in Thiersee (Tirol), dass sie einen Braunbären in Hofnähe gesehen hätten. DNA-Spuren konnten jedoch in diesen Fällen nicht gesichert werden.
Das Land Tirol gibt Entwarnung: Alle bisherigen Meldungen und Nachweise liefern keine Hinweise darauf, dass sich ein Bär gezielt Menschen oder Siedlungen nähert. Die Behörden prüfen weiterhin alle Sichtungen sorgfältig.