Tierischer Angriff

Doch kein Tiger! Riesiges Wildschwein schlitzt Kuh auf

Ein gewaltiges Wildschwein hat in Thailand zwei Kühe angegriffen und eine davon tödlich verletzt. Zunächst wurde sogar ein Tiger vermutet.
Heute Tierisch
10.08.2026, 08:21
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Ein nächtlicher Tierangriff sorgt im Süden Thailands für Aufregung. In der Nacht auf den 6. August wurde der Kuhhalter Somphop Sommai im Unterbezirk Nam Tok im Bezirk Thung Song (Provinz Nakhon Si Thammarat) gegen 21 Uhr durch das Brüllen seiner Tiere alarmiert.

Sommai schnappte sich eine Taschenlampe und lief hinter sein Haus. Dort machte er eine erschreckende Entdeckung: Ein riesiges Wildschwein hatte eine seiner Kühe schwer verletzt. Der Bauch des Rindes war aufgerissen, die Eingeweide traten bereits heraus. Eine zweite Kuh wurde am Bein verletzt.

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Als der Besitzer laut schrie, ergriff das Wildschwein die Flucht und verschwand im angrenzenden Wald. Für die besonders schwer verletzte Kuh kam jedoch jede Hilfe zu spät. Am folgenden Morgen war das Tier bereits sehr schwach, im Laufe des 7. August verendete es an seinen Verletzungen.

Tiger oder Bär

Sommai berichtete von einem außergewöhnlich großen und bedrohlich wirkenden Wildschwein. Ohne seine eigene Beobachtung hätte man angesichts der schweren Verletzungen auch einen Tiger oder Bären als Angreifer vermuten können.

Diese Befürchtung war in der Region keineswegs völlig abwegig: In den umliegenden Wäldern kommen auch Indochinesische Tiger und Schwarze Panther vor. Am Morgen nach dem Angriff untersuchten deshalb Bezirkschef Somkid Kalsuwan, Polizisten, Verwaltungsmitarbeiter und Fachleute die Spuren am Tatort.

Die Untersuchung brachte schließlich Entwarnung hinsichtlich einer Raubkatze. Die gefundenen Abdrücke wurden einem Wildschwein zugeordnet. Konkret soll es sich um ein älteres männliches Tier handeln, das nicht mehr mit einer Rotte unterwegs ist.

Noch in der Gegend

Solche ausgewachsenen Wildschweine können laut dem Bericht mehr als 150 Kilogramm auf die Waage bringen und verfügen über kräftige Hauer. Besonders ältere Tiere können aggressiv auftreten. Der Ort des Angriffs grenzt unmittelbar an ein dicht bewaldetes Gebiet, in dem zahlreiche Wildtiere leben. Begegnungen zwischen Mensch, Nutztieren und Wildtieren sind deshalb möglich.

Ob sich das Wildschwein weiterhin in der Nähe des Dorfes aufhält, ist unklar. Bezirkschef Kalsuwan kündigte an, das Gebiet weiter beobachten zu lassen. Kameras oder Fallen wurden zunächst nicht aufgestellt.

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