Allein, entkräftet und offenbar orientierungslos, streifte der kleine Bär "Luci" tagelang durch die Wälder der rumänischen Karpaten. Seine Mutter war nach einem tödlichen Zwischenfall mit einem Menschen von den Behörden als "Problembärin" eingestuft und erschossen worden. Zwei seiner Geschwister überlebten den Vorfall mutmaßlich ebenfalls nicht. "Luci" hielt durch – doch als verwaister Jungbär hatte er in der Wildnis kaum eine Überlebenschance.
Das Team der Welttierschutzgesellschaft warnt vor immer mehr Bärenkindern, die ohne Mütter völlig schutzlos zugrunde gehen. "Luci" ist jetzt im Schutzzentrum, doch ein Leben lang auf menschliche Hilfe angewiesen und auch längst kein Einzelfall.
Die deutlich angehobene Abschussquote für Bären in Rumänien hat zur Folge, dass immer mehr Jungtiere ihre Mutter verlieren. Derzeit dürfen dort jährlich 426 Bären erlegt werden und eine weitere Erhöhung der Quote wird bereits diskutiert. Für viele Bärenkinder bedeutet das den Verlust ihres wichtigsten Schutzes und damit oft nur geringe Überlebenschancen in freier Wildbahn.
Im Bärenwald Arbesbach kann man gerettete Bären in artgerechter Umgebung bewundern:
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Bereits 2025 mussten mehr Bärenwaisen als je zuvor von dem Partner der Tierschutzorganisation aufgenommen werden und intensive Hilfe beim Aufwachsen in Anspruch nehmen. Sobald sie ihre Mütter verlieren, ist es meist schon zu spät, für die Jungtiere, wie ein weiterer, aufgefundener Bärenbub beweist - seine Geschwister wurden nach einem Hundeangriff nur noch tot aufgefunden.