Die etwa 1.600 steirischen Almen sind bei uns ein beliebtes Ziel zum Abschalten. Aber: Wer sich dort bewegt, sollte Vorsicht walten lassen, denn im Sommer grasen dort etwa 50.000 Tiere, die Besuche nicht immer gutheißen. Besonders Begegnungen zwischen Wanderern und Weidetieren sind nicht zu unterschätzen. Immer wieder sind es vor allem Hunde, die für brenzlige Situationen sorgen, wenn Mutterkühe ihre Kälber verteidigen wollen.
Experten empfehlen, Hunde immer an der kurzen Leine zu halten, damit es gar nicht erst zu brenzligen Momenten kommt.
„Ich bin Gast auf der Alm. Demzufolge sind dann die Rinder die Herren des Hauses.“Melanie AffenbergerGmoa Alm
Die 55-jährige Britin Janicke Tvedt wurde von Kühen ebenfalls fast zu Tode getrampelt - ihre vollständige Geschichte liest du HIER:
Auch wenn Unfälle mit Weidetieren gerne groß medial verbreitet werden, kommen tödliche Verletzungen sehr selten vor und es gibt noch keine Statistik zu unangenehmen Begegnungen mit Kühen.
Landwirtschaftskammerpräsident Andreas Steinegger sieht eine Haftpflichtversicherung für Unfälle mit Kühen kritisch. Er setzt lieber auf Aufklärung und klare Regeln für das Verhalten auf den Almen.
„Ich glaube, am zielführendsten ist es auf jeden Fall, wenn wir in der Gemeinsamkeit den Benutzern der Almen Regeln, die sie einhalten sollen, zeigen“
"Auch wirtschaftlich und ökologisch sind die steirischen Almen wichtig. Ohne Bewirtschaftung müsste das Land jährlich rund 40 Millionen Euro für die Pflege ausgeben", betont Anton Hafellner vom steirischen Almwirtschaftsverein. Ein weiterer Pluspunkt: Die Almwiesen können besonders viel Wasser speichern. Das ist gerade jetzt, wo die Wasserversorgung angespannt bleibt, von großer Bedeutung. Die letzten Gewitter haben daran wenig geändert.