In aller Herrgottsfrüh ist es passiert! Obwohl sich mehrere Fotografen bei –5 Grad auf die Lauer gelegt hatten, war von Karl-Heinz Grasser keine Spur zu finden. Gegen 9 Uhr hat er die Justizanstalt Innsbruck in einem Justiztransporter verlassen, berichtet nun die APA.
Den Rest seiner Strafe darf er im elektronisch überwachten Hausarrest mit einer Fußfessel verbüßen. Für den Kärntner ging es deshalb "nach Hause" in den Unterhirzinger Hof beim Schwarzsee in Kitzbühel.
Nach 6 Monaten war es reiner Zufall, dass Grasser ausgerechnet am Geburtstag, dem 2. Jänner, mit seiner Fiona (Swarovski-Grasser) und Tochter Tara (17) wiedervereint ist. Angenehm soll aber auch die Haft daheim nicht sein: Der verurteilte Ex-Minister muss sich einen Job suchen und bekommt nur eine Stunde Freizeit am Tag.
Möglich wurde die vorzeitige "Entlassung" nur durch eine neue Gesetzesänderung, die es Häftlingen erlaubt, statt 12 Monaten schon 24 Monate vor Haftende eine Fußfessel zu beantragen. Diese wird sofort Alarm schlagen, wenn sich Grasser an unerlaubten Bereichen seines Anwesens aufhält.
Schon einmal war er längere Zeit nicht im Gefängnis, auf den "Ausgang" dürfte er aber wohl gerne verzichtet haben. Grasser erlitt im September einen Darmverschluss und musste notoperiert werden, verbrachte daraufhin einige Wochen im Krankenhaus.