Die Sommer werden heißer – und Wien reagiert. Ab 1. Juni gehen in der Hauptstadt gleich 34 sogenannte "Coole Zonen" an den Start. Damit erreicht die Stadt einen neuen Ausbau-Rekord: In insgesamt 20 Bezirken entstehen frei zugängliche Rückzugsorte gegen die Sommerhitze.
Die kühlen Räume richten sich besonders an ältere Menschen, gesundheitlich belastete Personen und Familien – grundsätzlich aber an alle Wienerinnen und Wiener, die an heißen Tagen eine Pause von der Hitze brauchen.
"Hitze kann zu einem echten Gesundheitsproblem werden, wenn wir nicht geschützt sind. Schutz vor Hitze darf keine Frage der Leistbarkeit sein, deshalb sind die mehr als 1.000 Parks und Grünräume, 1.600 öffentlichen Trinkbrunnen und die mittlerweile 34 Coolen Zonen für jede Wienerin und jeden Wiener frei zugänglich", sagt Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Auch Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) warnt vor den Folgen der steigenden Temperaturen: "Die Folgen steigender Temperaturen sind kein isoliertes Thema - ihre Auswirkungen sind vielfältig. Hitzewellen können die Gesundheit belasten und die Lebensqualität vieler Menschen deutlich einschränken. Coole Zonen entfalten hier als niederschwellige Maßnahme eine große Wirkung."
Besonders gefragt dürften auch heuer wieder die klimatisierten Büchereien sein. Gleich sechs Standorte machen offiziell bei der Aktion mit.
„Die Büchereien in Wien waren schon immer cool und angesagt. Im Sommer trifft das noch viel mehr zu. Denn sechs unserer Standorte sind heuer auch offiziell Coole Zonen – Räume mit angenehmen Temperaturen, einem offenen Programm und Zugang für alle. Büchereien sind Orte, an denen Menschen lesen, lernen und zur Ruhe kommen und sich im Sommer jetzt auch abkühlen können", sagt Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (NEOS).
Die "Coolen Zonen" sind mehr als nur klimatisierte Räume. Je nach Standort gibt es unterschiedliche Angebote – von Ruhebereichen zum Lesen und Lernen bis hin zu Yoga, Linedance, Gesellschaftsspielen oder Schachrunden.
Betrieben werden die Standorte gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen wie den Häusern zum Leben, den Büchereien Wien, dem Wiener Hilfswerk, dem Arbeiter-Samariter-Bund und dem Wiener Familienbund. An allen Standorten gibt es während der Öffnungszeiten Betreuungspersonal sowie eigene Hausordnungen.