Grazer Chirurg befürchtet bleibende Schäden

Am Dienstag wurde bekannt, dass Jules Bianchi bei seinem Horrorcrash beim Grand Prix von Japan in Suzuka eine diffus axonale Hirnverletzung erlitten hat. "Dieser Befund klingt leider nicht sehr erfreulich", erklärte Universitätsprofessor Gerhard Wolf, der auch als Chirurg im Landeskrankenhaus Graz arbeitet, gegenüber "Motorsport-Magazin.com".

Am Dienstag wurde bekannt, dass erlitten hat. "Dieser Befund klingt leider nicht sehr erfreulich", erklärte Universitätsprofessor Gerhard Wolf, der auch als Chirurg im Landeskrankenhaus Graz arbeitet, gegenüber "Motorsport-Magazin.com".

Wolf ist seit 1997 auch Mitglied der Medical Commission des Automobil-Weltverbandes FIA und weiß deshalb über die Folgen von Rennunfällen bestens Bescheid. Laut dem Mediziner bedeutet eine diffus axonale Hirnverletzung, dass durch das Hämatom im Kopf Hirnmasse verloren ging. "Das lässt vermutlich - da ich ja nicht die genauen Details des Befundes kenne - auf bleibende Schäden am Gehirn schließen", befürchtet der Chirurg.

Die nächsten 48 bis 72 Stunden seien kritisch. "Solche Verletzungen kann man schon überleben. So traurig es klingt, doch das Gehirn ist für das Überleben nicht notwendig. Der Mensch kann mit entsprechenden Maschinen am Leben erhalten werden, ohne dass es Hirnfunktionen gibt", so Wolf, fügt aber hinzu: "Ein junger, sportlicher Mensch hat größere Überlebenschancen als ein älterer Mensch mit Begleiterkrankungen."

Geschlossene Cockpits gefordert

Unterdessen hat sich die stellvertretende Teamchefin des Williams-Rennstalls für geschlossene Cockpits in der Formel 1 ausgesprochen. "Das ist etwas, das wir bedenken sollten, wenn es der Sicherheit dient", sagte Claire Williams am Mittwoch in London.

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