Sturm schlägt Innsbruck mit 2:1, holt sich den Titel und schwebt auf Wolke sieben. Austria verliert gegen Salzburg mit 2:4 und ist im Tal der Tränen. Einziger Trost: Roland Linz sichert sich die Torjägerkrone. Für Sturm Graz ist es der dritte Meistertitel nach 1998 und 1999.
22.16 Uhr, Graz, UPC-Arena: 15.400 Fans singen, fallen sich um den Hals, einige weinen – vor Glück! Matchwinner Muratovic sichert sich den „Meisterball“, versteckt ihn unter seinem Trikot. Erfolgscoach Franco Foda streckt seine Hände in den steirischen Nachthimmel. Sturm ist Meister – 4379 Tage nach dem letzten Titel 1999!
+++ Der Live-Ticker zum Bundesliga-Finale +++
Meistertitel macht alt
„Der Druck war riesig. Ich bin in den letzten Wochen alt geworden“, meint Foda. „Aber wir haben diesen Titel verdient.“ Goalgetter Roman Kienast: „Keiner hat das von uns erwartet. Für uns ist ein Traum wahr geworden.“ Muratovic geht noch weiter: „Das ist der schönste Tag in meinem Fußballer-Leben.“
22.16 Uhr, Wien, Generali-Arena. Austria-Coach Kark Daxbacher flüchtet fuchsteufelswild in die Kabine. Der Traum vom 24. Meistertitel war lange intakt. Genau 76 Minuten lang. Ein Tor fehlte den "Veilchen" zu diesem Zeitpunkt, dann brach die Mannschaft auseinander. Salzburg stellte binnen sieben Minuten von 1:2 auf 4:2 - und verdrängte die Austria noch auf Platz drei.
+++ So feierten die neuen Meister-Kicker den Titel +++
"Schiri verpfiffen"
Die Wiener waren da nur noch zu zehnt. Schiri Schörgenhofer hatte Baumgartlinger zu Unrecht ausgeschlossen. „Der Referee hat das Spiel verpfiffen. Salzburg wurde bevorzugt“, sprach Zlatko Junuzovic aus, was viele dachten. „Die Enttäuschung ist riesig“, war Baumgartlinger zerknirscht. „Ob Dritter oder Zweiter ist völlig egal“.
Sturm feiert heute den Titel. Der Austria bleibt nur die Torjägerkrone von Linz.