Immer wieder trifft man auf Menschen, die eine reizvoll klingende Kur gegen mögliche Verletzungen predigen: Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden. Wie Felsen trotzen sie dem Wind der Desillusionierung, in dem sie ihre Emotionen auf ein Minimum runterschrauben.
Ein Date in Sicht? Lieber damit rechnen, dass es nichts Besonderes wird. Dann fühlt es sich auch nicht so schlimm an, wenn es tatsächlich in die Hose geht (im unerwünschten Sinn). Wenn es doch klappt, umso besser. Oder man wünscht sich in einer oft durchgespielten Situation eine alternative Reaktion vom Partner – wenn es etwa um Ordnung, liebevolle Gesten, Übernehmen von Pflichten oder in nervigen Momenten Ruhe bewahren geht. Weil man nicht darauf hofft, dass es diesmal anders wird, erlebt man keinen Frust.
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Wie schön wäre das. Aber auch ein bisschen schaumgebremst. Man bringt sich um jede Vorfreude, weil man sie erst gar nicht zulässt. Man vermeidet Streitereien, aber auch die Versöhnung danach. Man gibt sich cool, wird dabei aber nur unterkühlter. Man kann so kontrolliert durchs Leben gehen und hoffen, dass man dadurch weniger Schmerz empfindet. Oder man erwartet das Beste und bekommt es auch.