Polizei jagt Jugendkriminelle

Großeinsatz in Wien – 195 Kontrollen, 36 Anzeigen

36 Anzeigen, fünf Festnahmen, 79 Gramm Cannabis: Rund um den Bahnhof Meidling war die Polizei mit einem Großaufgebot unterwegs.
Wien Heute
20.08.2026, 19:51
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Rund um den Bahnhof Meidling und im angrenzenden Favoriten rückte die Wiener Polizei am Mittwochabend zu einem groß angelegten Schwerpunkt-Einsatz aus. Bei knapp 200 Kontrollen gab es zahlreiche Anzeigen und fünf Festnahmen.

Seit Anfang August führt die Wiener Polizei täglich Schwerpunktaktionen gegen Jugendkriminalität durch. Am Mittwoch lag der Fokus auf dem Bereich rund um den Bahnhof Meidling sowie dem angrenzenden Bezirk Favoriten.

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Unterstützung aus Bundesländern

Dafür wurde ein großes Kräfteaufgebot mobilisiert. Neben Beamten des Stadtpolizeikommandos Meidling waren unter anderem die Bereitschaftseinheit, das Landeskriminalamt, die Fremdenpolizei, die Polizeidiensthundeeinheit und die Landesverkehrsabteilung im Einsatz.

Zusätzlich unterstützten 24 Polizisten aus Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und Oberösterreich die Kontrollen.

195 Personen kontrolliert

Insgesamt führten die Einsatzkräfte 195 Identitätsfeststellungen durch. Sieben Personen wurden wegen des Verdachts auf strafbare Handlungen nach dem Strafgesetzbuch angezeigt, zehn weitere wegen Verstößen gegen das Suchtmittelgesetz. Dazu kamen 19 Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen.

Außerdem klickten bei fünf Personen die Handschellen. Eine Festnahme erfolgte wegen eines strafrechtlichen Delikts, vier weitere aufgrund fremdenrechtlicher Bestimmungen. Auch Drogen wurden sichergestellt: Die Polizei beschlagnahmte 79 Gramm Cannabis, zwei psychotrope Stoffe sowie 18 Substitutionsmittel.

Polizei will weiter durchgreifen

Die Aktion ist Teil der verstärkten Maßnahmen gegen Jugendkriminalität. Die Einsatzgruppe Jugendkriminalität (EJK) wurde bereits im März 2024 unter der Leitung des Bundeskriminalamts eingerichtet. Seither finden österreichweit regelmäßig Schwerpunktaktionen statt – ein besonderer Fokus liegt dabei auf Wien.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) kündigt weitere Kontrollen an: "Die Jugendkriminalität ist und bleibt ein Sorgenkind. Deshalb müssen wir gerade in diesem Bereich ganz konsequent vorgehen und dagegenhalten. Wir werden die Schwerpunktmaßnahmen so lange fortsetzen, wie es notwendig ist. Auch mit Unterstützung aus anderen Bundesländern. Denn das Ziel ist klar: Wir müssen Jugendliche schützen und Gewalttäter aus dem Verkehr ziehen".

Maßnahmenpaket in Arbeit

Auch Wiens Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl betont die Bedeutung der starken Polizeipräsenz: "Jugendkriminalität ist gerade in einer Großstadt wie Wien eine Herausforderung, der wir mit Konsequenz und einer starken Präsenz im öffentlichen Raum begegnen müssen. Unsere Schwerpunktaktionen ermöglichen es uns, gezielt zu kontrollieren, Straftaten frühzeitig zu erkennen und gefährliche Gegenstände aus dem Verkehr zu ziehen. Gleichzeitig geht es uns darum, jene Jugendlichen zu schützen, die selbst Opfer von Gewalt und Kriminalität werden können. Diese konsequente Arbeit werden wir fortsetzen".

Parallel zu den Polizeieinsätzen ist ein neues Maßnahmenpaket gegen Jugendkriminalität in Vorbereitung. Geplant sind unter anderem strengere gesetzliche Regelungen – nicht nur für Tatverdächtige unter 14 Jahren, sondern auch für deren Eltern, die stärker in die Verantwortung genommen werden sollen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.08.2026, 19:51