Am Großen Priel im Toten Gebirge ist es am Sonntag zu einem Lawinenunfall gekommen. Vier Schneeschuhwanderer – zwei Väter mit ihren Söhnen aus Tschechien und der Slowakei – wurden dabei erfasst, einer von ihnen verletzt.
Die Gruppe war am Vormittag vom Prielschutzhaus in Richtung Brotfallscharte aufgebrochen. Die beiden 15-Jährigen sowie der tschechische Vater waren mit Schneeschuhen unterwegs, der slowakische Vater mit Steigeisen. Gegen 8.00 Uhr starteten sie ihre Tour, rund zwei Stunden später befanden sie sich auf etwa 1775 Metern Höhe im Kühkar.
Dort löste sich oberhalb der Wanderer ein Schneebrett – ohne ihr Zutun. Die Lawine erfasste alle vier und riss sie laut Polizei rund 100 Höhenmeter mit. In weiterer Folge teilte sich die Lawine an einer Geländekuppe und floss in Richtung Märchenwiese ab. Die Gruppe wurde auf dieser Kuppe aus den Schneemassen herausgetragen und blieb dort liegen. Verschüttet wurde niemand.
Ein 49-jähriger Vater aus Tschechien erlitt bei dem Vorfall eine Knieverletzung unbestimmten Grades. Er wurde vom Notarzthubschrauber Martin 3 ins Krankenhaus Kirchdorf geflogen. Die übrigen drei Personen blieben unverletzt und wurden mit einem Polizeihubschrauber ins Tal gebracht.
Wie die Polizei mitteilte, hatte die Gruppe keine geeignete Lawinen-Notfallausrüstung dabei.