Ein Eissalon in Linz sucht seit Monaten verzweifelt nach Personal – und findet einfach niemanden. Walter Vogl (79), Chef des bekannten "Eiskönig", wollte eigentlich eine bestens qualifizierte Bewerberin einstellen. Doch das AMS schickte ihm stattdessen mehrere Ersatzkandidaten – keiner davon passte.
Die Bewerbungen sorgten teils für Kopfschütteln. Einer der Kandidaten dachte sogar, er bewirbt sich als Kfz-Mechaniker. Andere wollten deutlich mehr Stunden als ausgeschrieben oder wohnten zu weit entfernt. "Es hat keiner gepasst", so Vogl.
Besonders ärgert den Unternehmer aber ein Detail im Verfahren. Er durfte den Bewerbern keine einfachen Rechenaufgaben stellen, um ihre Fähigkeiten zu prüfen. Gerade das wäre für den Job im Eissalon wichtig gewesen.
"Ich habe ihnen Zeit gegeben, beim Rechnen fit zu werden, aber das hat nichts genutzt", schildert Vogl laut "Krone". Für ihn ist klar: Wer im Verkauf arbeitet, muss auch mit Zahlen umgehen können.
Mit seinen Sorgen ist der Eissalon-Chef nicht allein. Viele kleine Betriebe kämpfen derzeit mit ähnlichen Problemen. Personal zu finden wird immer schwieriger – vor allem, wenn es um Teilzeitstellen geht.
Eine Unternehmerin bringt es auf den Punkt: Viele Bewerber wollen nur geringfügig arbeiten. Andere sagen gleich ab. Für viele Betriebe wird die Suche so zum echten Kraftakt.
Für Vogl gibt es dennoch Hoffnung. Nach dem gescheiterten Verfahren könnte nun doch seine Wunschkandidatin den Job bekommen. Eine Entscheidung steht noch aus. Bis dahin bleibt dem "Eiskönig" nur eines: weiter warten - und hoffen, endlich passendes Personal zu finden.