Erneut hat ein Lawinenabgang in Norditalien dramatische Folgen: In der Region Valchiavenna ist am Sonntag eine Schneemasse niedergegangen und hat mehrere Menschen erfasst. Der Alarm wurde kurz vor 17:30 Uhr im Gemeindegebiet von Madesimo (Provinz Sondrio) ausgelöst.
In der schwer zugänglichen Gegend rund um den Lago Nero soll eine Lawine vier Personen mitgerissen haben – zwei befreundete Paare, die mit Schneemobilen unterwegs waren.
Drei der Verschütteten konnten von den Einsatzkräften rasch lebend geborgen werden. Die Spur nach der vierten Person samt Schneemobil verlor sich jedoch.
Nach dem Mann wird intensiv gesucht. Der Vermisste wird in dem teils zugefrorenen See vermutet. Taucher der Bergwacht führten mehrere Tauchgänge durch – allerdings ohne Erfolg.
Die Unterwassersuche gestaltet sich äußerst schwierig: Schlechte Sicht sowie große Mengen an Schnee und Geröll, die durch die Lawine ins Seebecken transportiert wurden, erschweren die Arbeiten massiv.
Feuerwehrleute waren mit Spezialteams vor Ort und kümmerten sich um die Bergung des versunkenen Schneemobils. Zusätzlich unterstützte ein Hubschrauber trotz widriger Wetterbedingungen die Suche.
Das Unglück ereignete sich in einem hochalpinen Gebiet, in dem die Lawinengefahr als besonders hoch eingestuft worden war. Die Schneesituation gilt in den vergangenen Wochen als instabil.