Mehrere tödliche Lawinenabgänge haben am Samstag Norditalien erschüttert. In den Alpenregionen Trentino, Lombardei und Aostatal kamen insgesamt vier Menschen ums Leben, zudem wurden mehrere Personen verletzt.
Besonders schwer traf es Trentino und die Lombardei. In beiden Regionen starben laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa jeweils zwei Menschen. In der Alpenstadt Sondrio kämpft außerdem ein weiterer Skitourengeher nach wie vor im Spital ums Überleben.
Der erste Notruf ging aus dem Trentino ein. Nahe der Ortschaft Forte Buso, nur wenige Kilometer von der Olympiaschanze in Predazzo entfernt, wurde eine Gruppe von vier Ski-Wanderern von einer Lawine erfasst. Zwei Personen kamen mit leichten Verletzungen davon, zwei weitere wurden schwer verletzt. Einer der Schwerverletzten erlag später im Spital seinen Verletzungen.
Nur Stunden später kam es zu einem weiteren tödlichen Unglück: Rund 25 Kilometer nordöstlich von Predazzo wurde am Marmolada, dem höchsten Berg der Dolomiten, ein Mensch von einer Lawine getötet.
Auch die Lombardei blieb nicht verschont. In der Alpenregion Valtellina, direkt an der Grenze zur Schweiz, wurden drei Personen von einer Lawine mitgerissen. Zwei Männer im Alter von 35 und 47 Jahren kamen dabei ums Leben. Ein 53-Jähriger wurde mit einem Hubschrauber in ein Spital nach Sondrio geflogen, sein Zustand gilt als ernst.
Vor der erhöhten Gefahr war bereits im Vorfeld gewarnt worden. Am Samstag galt in den betroffenen Gebieten die Warnstufe 3 auf der fünfstufigen europäischen Lawinenskala.