In Südtirol ist es erneut zu einem tödlichen Lawinenunglück gekommen. Im Sarntal wurde ein junger Skitourengeher von Schneemassen verschüttet und konnte nur noch tot geborgen werden. Damit stieg die Zahl der Lawinenopfer in Norditalien innerhalb weniger Tage auf sieben.
Der tragische Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag beim Kratzberger See im Sarntal. Ein 18-jähriger Einheimischer wurde bei der Abfahrt von einer Lawine erfasst, mitgerissen und verschüttet. Sein Begleiter alarmierte sofort die Rettungskräfte.
Bergretter wurden mit zwei Rettungshubschraubern zur Unglücksstelle gebracht und begannen umgehend mit der Suche. "Diese gestaltete sich schwierig, da es sich um extrem steiles Gelände handelte und weitere Lawinenabgänge nicht ausgeschlossen werden konnten", erklärte Einsatzleiter Thomas Murr gegenüber "stol.it".
Der junge Mann lag rund einen Meter tief unter den Schneemassen. Zwar konnte er rasch geortet, ausgegraben und geborgen werden, doch für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen. Sein Begleiter blieb unverletzt.
Bereits wenige Tage zuvor hatte es in Südtirol tödliche Lawinenabgänge gegeben: Am Donnerstag starben im Gebiet Sulden zwei Wintersportler. Am Samstag kamen in anderen Regionen Norditaliens vier weitere Menschen bei Lawinen ums Leben.