Ein Posting der Tirol Werbung in den sozialen Medien hat für einen Eklat gesorgt. In dem Sujet werden Tirol und Südtirol miteinander verglichen, mit Fazit: "Tyrol ≠ South Tyrol". Während man Tirol "klassische Alpen-Stimmung", Kaiserschmarrn, Knödel, Skifahren und Co. attestierte, beschrieb man Südtirol mit einem "unverständlichen Dialekt", Pizza und Wein.
Die Reaktionen aus der Politik ließen nicht lange auf sich warten. So reagierten die Tiroler FPÖ und die Südtiroler Landespartei "Süd-Tiroler Freiheit" in einer gemeinsamen Aussendung empört.
Den beiden Parteien zufolge sei das Sujet "problematisch" und würde nicht nur einen Landesteil verspotten, sondern die gemeinsame Geschichte Tirols mit Füßen treten. Die FPÖ wolle sogar eine diesbezügliche Anfrage an den zuständigen Wirtschaftslandesrat Mario Gerber (ÖVP) stellen.
Dessen Landeschef Anton Mattle reagierte ähnlich verstimmt auf das Posting. Der Tiroler Landeshauptmann ist seit Oktober auch Präsident der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Ihm zufolge entspreche dieses Sujet "nicht dem Euregio-Gedanken". Zudem sei eine solche Werbung auch nicht sein persönlicher Zugang. Mattle distanziere sich klar von dem Posting.
Auch bei der Tirol Werbung hat man inzwischen reagiert und das Posting gelöscht. Laut einem Bericht der "Tiroler Tageszeitung" sei man mit dem Posting einem "aktuellen Trend auf Instagram" gefolgt und wollte die beiden Regionen "humorvoll vergleichen". Dies sei jedoch nicht gelungen. Daher habe man den Beitrag "unverzüglich gelöscht".