Am Mittwochnachmittag (21. Jänner) wurde eine Busfahrt in Innsbruck abrupt unterbrochen. Ein moderner Elektro-Bus auf einer regulären Linienfahrt schaffte eine steile Straßenpassage nicht mehr. Die Fahrt wurde gestoppt, alle Fahrgäste mussten aussteigen und den restlichen Weg bergauf zu Fuß zurücklegen.
Betroffen war die Linie 502 auf dem Weg vom Innsbrucker Stadtgebiet hinauf in den höher gelegenen Ortsteil Eichat. Die Strecke führt über den Schusterbergweg, eine kurze, aber steile Straßenpassage. Dort kam der Elektro-Bus nicht mehr weiter. Ein Augenzeuge hielt die Situation fest. Gegenüber der "Krone" sagte er: "Ich habe von Freunden gehört, dass ihnen das in den vergangenen Wochen bereits mehrfach passiert ist."
Bestätigt wurde der Vorfall vom Verkehrsbund Tirol. Ursache sei kein Motorschaden, sondern eine technische Einschränkung bei den eingesetzten Elektro-Bussen. Diese Fahrzeuge sind erst seit Dezember auf der Strecke unterwegs.
Der Geschäftsführer des zuständigen Verkehrsunternehmens, Alexander Ledermair, erklärt: "Vereinzelt gibt es ein Software-Problem. Das tritt nur beim Bergauffahren auf, wodurch den Bussen ihre volle Leistung nicht freigegeben wird." Die Leistung werde bewusst begrenzt, um eine Überhitzung zu vermeiden.
Die notwendige Software-Anpassung lässt auf sich warten. Sie könne erst nach Freigabe des Herstellers eingespielt werden, was noch mehrere Wochen dauern könne. Bis dahin greift das Unternehmen auf Dieselbusse zurück. Acht Fahrzeuge stehen als Ersatz bereit und sind ebenfalls im Einsatz.
Der Verkehrsbund Tirol betont, dass das Problem nur diese eine Strecke betreffe. Auf anderen Linien mit Elektro-Bussen gebe es keine Einschränkungen. "Die dort eingesetzten Fahrzeuge haben dementsprechend eine andere Version der Software im Einsatz."