Nach Wochen der Unsicherheit ist die Notarztversorgung in Waidhofen/Ybbs vorerst abgesichert. Nachdem das Landesklinikum im November über eine strukturelle Unterbesetzung im notärztlichen Dienstrad informiert hatte, wurde nun eine Übergangslösung fixiert.
Das Rote Kreuz Niederösterreich übernimmt den Betrieb des NEF-Stützpunktes bis zum Start der neuen Rettungs- und Notfallstruktur im April 2027. Hinter den Kulissen hatte es zuletzt intensive Gespräche gegeben, um drohende Lücken im Notarzt-Dienst zu verhindern. Eine Alternative wäre laut Angaben gewesen, operative Leistungen im Klinikum einzuschränken. Diese Sorge sei jetzt nicht mehr begründet.
"Wir danken dem Roten Kreuz für die kurzfristige Bereitschaft, die Organisation des notärztlichen Dienstes am NEF-Standort befristet zu übernehmen und damit die Versorgung in der Region zu gewährleisten", betonen die beiden Landesräte Eva Prischl (SP) und Anton Kasser (VP).
Auch das Rote Kreuz verweist auf rasches Handeln. "Wir haben uns in den vergangenen Wochen, nach Bekanntwerden der Besetzungsproblematik des NEF-Dienstes am LK Waidhofen/Ybbs intensiv mit dem Land NÖ und der LGA ausgetauscht und abgestimmt", sagt Landesrettungskommandant Wolfgang Frühwirt. "Das Rote Kreuz NÖ steht natürlich für eine Lösung zur Sicherstellung des Notarztdienstes bis zum 1.04.2027 zur Verfügung."
Laut Frühwirt seien die Vorbereitungen bereits abgeschlossen: "Wir haben über die Weihnachtsfeiertage alle Vorbereitungen getroffen und mit unseren Teams abgestimmt." Der Notarzt werde ab sofort gemeinsam mit der LGA gestellt, "von Ende März 2026 bis zum 31.3.2027 betreibt den Notarztstützpunkt das Rotes Kreuz NÖ in eigener Verantwortung."