Die Müllabfuhr wird leiser und sauberer: Die Fahrzeugflotte der Wiener 48er wird zunehmend elektrifiziert. Von insgesamt 989 Fahrzeugen sind bereits 172 E-Autos im Einsatz, zusätzlich fährt auch ein Wasserstofffahrzeug durch die Stadt. Damit ist fast jedes fünfte Fahrzeug (17 Prozent) emissionsfrei unterwegs.
Mit rund 1.000 Fahrzeugen zählt der Fuhrpark der MA 48 zu den vielfältigsten in Österreich. Vom Müllwagen über Geräteträger bis hin zu Pritschenfahrzeugen und klassischen Pkw ist alles dabei. Die Stadt Wien will weiter weg von fossilen Antrieben. Der Umstieg läuft bereits auf Hochtouren – aktuell wird die Flotte um zehn neue E-Müllfahrzeuge erweitert.
"Unser Ziel ist klar: ein CO₂-neutraler Fuhrpark! Mit der laufenden Erweiterung der Fahrzeugflotte der Stadt – aktuell um zehn neue E-Müllfahrzeuge – setzen wir ein deutliches Zeichen auf dem Weg dorthin", betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Künftig sollen – wenn technisch möglich – keine neuen Diesel- oder Benzinfahrzeuge mehr angeschafft werden. Elektromobilität hat bei den 48ern eine lange Geschichte: Bereits 1925 waren erste Elektrofahrzeuge im Einsatz. Seit 1992 werden sie regelmäßig genutzt, seit 2019 auch E-Müllautos – damals eine Premiere in Österreich.
Trotz Fortschritten ist die Umstellung nicht einfach. Vor allem bei Spezialfahrzeugen fehlen oft noch emissionsfreie Alternativen. Auch die Infrastruktur für Laden und Tanken muss weiter ausgebaut werden.
Zudem muss die Einsatzfähigkeit in Krisensituationen gewährleistet sein – etwa bei Stromausfällen oder Überschwemmungen. Deshalb bleiben konventionelle Fahrzeuge vorerst weiterhin im Einsatz.
Klar ist aber: Der Weg führt in Richtung emissionsfreie Zukunft. "Mit der konsequenten Weiterentwicklung der E-Flotte stärkt Wien nicht nur den Klimaschutz, sondern auch den Wirtschafts- und Innovationsstandort. Wer jetzt umstellt, schafft Vorteile für Umwelt, Stadt und Bevölkerung," so Czernohorszky.