Luis Bobga, Co-Vorsitzender der Grünen Jugend in Deutschland, muss keine juristischen Konsequenzen fürchten. Die Generalstaatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt.
Hintergrund war ein Video, in dem Bobga den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) indirekt als "H*rensohn" bezeichnet hatte. Der Fall hatte bundesweit für Empörung gesorgt.
Wie der Spiegel berichtet, hatte Söder selbst keinen Strafantrag gestellt. Ein solcher hätte innerhalb von drei Monaten nach Kenntnis der Tat eingehen müssen. Die Ermittlungen waren im Januar nach einer Anzeige einer unbeteiligten Person eingeleitet worden.
Nach der Kritik an dem Video bedauerte Bobga, dass die inhaltliche Auseinandersetzung "auf der Strecke geblieben" sei. Es sei nie sein Ziel gewesen, Söder "mit dieser Beleidigung direkt anzusprechen".
"Dass dies durch den von mir ausgewählten Song passiert ist, tut mir leid", sagte er. Vom Wort "Hurensohn" distanzierte er sich ausdrücklich. Es zähle nicht zu seinem Sprachgebrauch und sei ein sexistischer Begriff, "der aus gutem Grund nicht verwendet werden sollte".
Bobga leitet seit Oktober 2025 gemeinsam mit Henriette Held die Grüne Jugend in Deutschland.