Wahlkrimi

Grüne gewinnen wohl Landtagswahl in Baden-Württemberg

Die Grünen gewinnen laut Prognosen die Landtagswahl in Baden-Württemberg knapp vor der CDU, AfD wird drittstärkste Kraft.
Newsdesk Heute
08.03.2026, 18:41
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Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg laut ersten Prognosen vor der CDU abgeschnitten. Wie die Umfragen für ARD und ZDF zeigen, kamen die Grünen rund um Spitzenkandidat Cem Özdemir am Sonntag auf 31,5 bis 32 Prozent. Die CDU mit Manuel Hagel erreichte 29 bis 30,5 Prozent. Dahinter liegt die AfD mit 17,5 bis 18 Prozent. Die SPD kommt auf 5,5 Prozent, FDP und Linke jeweils auf 4,5 Prozent.

Linken-Bundeschef Jan van Aken zeigt sich zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei. Die Linke habe am Sonntag das bisher beste Ergebnis in dem Bundesland erreicht, was eine "Wahnsinnsleistung" sei, sagte van Aken in der ARD. Mit 4,5 Prozent wäre die Partei nicht im Landtag vertreten. Van Aken meinte mit Blick auf die weitere Stimmenauszählung, er sei "gar nicht so pessimistisch". Die Chancen, dass die Linke doch einziehen, liege bei "fifty-fifty".

CDU-Spitzenkandidat Hagel übernimmt Verantwortung

CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel hat die Verantwortung für das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl übernommen. Er trage für den Wahlkampf, für die Wahlkampagne, "für alle Entscheidungen, die wir getroffen haben, und ja, für dieses Ergebnis die Verantwortung", sagte Hagel am Sonntag in Stuttgart.

Für ihn gelte, was der frühere CDU-Ministerpräsident Erwin Teufel seiner Partei ins Stammbuch geschrieben habe: "Zuerst das Land, dann die Partei und dann die Person." Die CDU liegt laut Hochrechnungen von ARD und ZDF hinter den Grünen. Hagel meinte, man solle noch weitere Ergebnisse abwarten. "Es kann ein langer Abend werden." Hagel wollte als CDU-Spitzenkandidat für seine Partei das einstige Stammland CDU von den Grünen zurückholen.

AfD sieht sich als stärkste Opposition in Baden-Württemberg

Nach kräftigen Zugewinnen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg sieht Spitzenkandidat Markus Frohnmaier die AfD als wichtigste Oppositionspartei im Land. "Wir haben uns im Grunde als die relevante Oppositionskraft im Südwesten etabliert", sagte Frohnmaier am Sonntagabend in der ARD. "Darauf sind wir natürlich stolz."

FDP-Spitzenkandidat und Landeschef Hans-Ulrich Rülke hat angekündigt, Konsequenzen zu ziehen. Es könne aber durchaus sein, dass die FDP aus dem Landtag fliegt. Für diesen Fall sagte Rülke: "die entsprechende Verantwortung" werde er übernehmen. Laut Rülke wäre das Verpassen des Landtags auch "ein Rückschlag" für die FDP im Bund. Trotzdem betonte er: "Wir wollen das Ergebnis zunächst mal abwarten, bevor wir die Schicksalswahl bewerten."

Grüne feiern Wahlerfolg in Baden-Württemberg

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat sich in einer ersten Reaktion über den Erfolg bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gefreut, blieb aber vorerst vorsichtig, was den sich laut Hochrechnungen abzeichnenden Wahlsieg betrifft. "Es ist noch zu früh, um final etwas zu sagen", sagte Özdemir am Sonntagabend vor jubelnden Anhängerinnen und Anhängern. "Was wir aber schon wissen, darüber kann man sich freuen", fügte er hinzu.

Mit Blick auf das starke Abschneiden der Grünen sprach Özdemir von einer "fulminanten Aufholjagd". Er bedankte sich bei allen, die mitgeholfen und "sich eingebracht haben". Weiters betonte Özdemir, es gelte, "egal wie es final ausgeht", das zu halten, was er vor der Wahl versprochen habe: "Dass es ums Landeswohl gehen soll, nicht ums Parteiinteresse". Davon "habe ich nichts zurückzunehmen", stellte er klar, denn "wir haben viele Erwartungen geweckt bei den Menschen in Baden-Württemberg".

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SPD-Spitzenkandidat Stoch kündigt Neuausrichtung an

Nach dem historisch schlechten Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat Spitzenkandidat Andreas Stoch persönliche Konsequenzen angekündigt. Er wolle mithelfen, dass die SPD "an der Spitze unserer Landespartei, aber auch in der Fraktionsspitze eine Neuausrichtung vornimmt", sagte Stoch, der derzeit Landes- und Fraktionschef ist, am Sonntagabend in der ARD.

In den Gremien der Partei soll am Montag darüber gesprochen werden, "wie wir den Übergang gestalten". Er werde dabei "eine sehr konstruktive Rolle spielen", betonte Stoch.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 08.03.2026, 19:18, 08.03.2026, 18:41
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