Die deutsche Rechtspartei AfD (Alternative für Deutschland) sorgt mit einem bizarren Antrag für Aufregung im Bundestag in Berlin: Laut Nicole Höchst werde in Regierungskreisen angeblich diskutiert, Feinstaubteilchen gezielt in die Atmosphäre zu bringen, um das Klima zu beeinflussen. Der "Klima-Extremismus" öffne damit "die Pforten der Hölle", so Höchst wörtlich, wie die Bild-Zeitung berichtet.
"Geoengineering" umfasst technische Maßnahmen, mit denen der Mensch gezielt ins Klimasystem eingreifen würde: etwa Verfahren, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu saugen und im Boden zu speichern. Oder Verdunkelungen des Himmels, mit denen die Sonneneinstrahlung auf die Erde künstlich reduziert werden soll.
Derartige Maßnahmen gelten als umstritten, weil sie hohe Risiken bergen und vor allem die Ursachen des globalen Klimawandels nicht beseitigen.
CDU-Abgeordneter Reza Asghari widerspricht deutlich: "Die Manipulation des Wetters findet nur in streng reguliertem Rahmen statt." Auch SPD-Mann Holger Mann stellt klar: Weder Deutschland noch die EU betreiben Geoengineering. "Es gibt lokale Hagelabwehr, aber keine globale Wetterkontrolle", so Mann.
Geoengineering sei weder erlaubt noch gefördert, betont die deutsche Regierung. Ein UN-Moratorium gelte bereits seit 2010. Bereits 2025 stellte Deutschland klar: Solche Techniken seien "keine klimapolitische Option". Die AfD konstruiere ein Bedrohungsszenario, das mit der Realität nichts zu tun habe, so der Tenor im Parlament.
Fakt: Statt Wetterzauber setzt die deutsche Regierung weiterhin auf Emissionsreduktion - und politische Vernunft.